Canyoning - Wasserfälle rauf und runter

03:00 Einsame Insel.de 0 Comments

Bis gestern kannte ich noch nicht mal diese Bezeichnung: Canyoning. In Baños werden offenbar wirklich alle denkbaren "Action-Sportarten" angeboten, die sich um Wasser und Berge drehen. Wasserfälle gibt es hier wie Sand am Meer und warum soll man die nicht mal durchqueren? Na ja, also eigentlich hatte ich mir die ganze Tour ein bisschen anders vorgestellt. Ich hatte gehofft, dass wir irgendwo abgesetzt werden und uns dann eine längere Strecke durch einen Fluss bewegen und uns jedes Mal, wenn uns ein Wasserfall "in die Quere kommt" abseilen oder eben runterspringen müssen. 

Übungswasserfall für den Anfang.

In der Realität sieht es so aus, dass unsere Gruppe aus elf Personen besteht (neun Chilenen und zwei Deutsche) und wir nacheinander drei Wasserfälle hinabsteigen (zwischen fünf und 35 Metern hoch). Zwischen den einzelnen Etappen wird es trotz Neoprenanzug ganz schön kalt, da wir immer relativ lange warten, bis die komplette Gruppe abgestiegen  ist. Ein Wasserfall wird mehr runtergerutscht als geklettert, an dem höchsten werden wir am Seil in einem halb-freien Fall nach unten gelassen und müssen im Grunde selber gar keine Anstrengung betreiben.
Nachdem wir die drei Wasserfälle hinter uns gelassen haben, wandern wir wieder nach oben - noch höher als an unseren Ausgangspunkt - und "klettern" einen vierten Wasserfall hinab. Vermutlich war dieser einfach zu "anspruchsvoll", um mit ihm zu beginnen. So richtig sportlich ist die ganze Tour allerdings nicht und die größte Herausforderung besteht wohl im Aushalten der  Kälte. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Canyoning anstrengend und ein bisschen adrenalinfördernd sein kann (besonders, wenn man zwischendurch auch mal springt), aber dazu muss der Fluss vermutlich mehr Wasser führen und die Gruppe vielleicht auch ein wenig kleiner sein.






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