Großstadtkontraste

17:06 Einsame Insel.de 0 Comments

Es ist nicht so einfach, mit dem Schreiben immer hinterher zu kommen, was weniger an der Verfügbarkeit eines Internetzugang als mehr an einem regelmäßig vollen Tagesablauf liegt. Vor oder nach dem Frühstück schaue ich zwar mal kurz in meine Mails, verabrede mich via Couchsurfing oder suche eine Busverbindung oder Übernachtungsmöglichkeit heraus. Die meisten Dinge würden auch ohne Internet funktionieren, wären meistens jedoch mit einem erheblich höheren Zeitaufwand verbunden. Nach einem langen Tag sieht es ähnlich aus - das Netbook wird kurz hochgefahren, aber oft bin ich einfach froh wenn ich ins Bett komme. Ich gehe davon aus, dass sich meine Erschoepfung in den naechsten Tagen langsam legen wird. Der Jetlag in Kombination mit der Hoehenlage machte es schon zu einer Herausforderung, sich in den ersten Tagen auf einen vernuenftigen Rhythmus einzupendeln.

"Eine Oase in der Großstadt" - so nennt Paco den zentral gelegenen Park - man glaubt gar nicht, dass er inmitten einer der größten Metropolregionen der Welt liegt
In Mexico City haben wir einen weiteren Tag mit Paco verbracht - diesmal waren wir viel mit dem Auto unterwegs. Der Vortag mit Bus, Metro und vielen Fußmaerschen war unseren Unternehmungen angepasst und funktionierte wunderbar. Aeltere PKWs haben in Mexico keine farbige Plakette, die deren Benutzung in Stadzentren verbietet, vielmehr gibt es einen zugewiesenen Wochentag, an dem das Auto nicht benutzt werden darf. Donnerstag musste Paco sein Auto also stehen lassen, Freitag zeigt er uns die Stadt von einer anderen Seite. Oder vielmehr von vielen Seiten. Schon vorher war uns klar, dass die Neun-Millionen-Einwohnerstadt viele Kontraste beherbergt - wie wahrscheinlich jede Stadt dieser Groesse.

180° Panorama von Mexiko Stadt - Bebauung wo man auch hinsieh
Wir fahren durch Bueroviertel mit Hochhausneubauten, die in ihrem Standard wahrscheinlich dem europäischen gleichen. Luxuriose Wohnviertel mit bizarrer Architektur, historisch geprägte Stadtteile - insgesamt 16 Stadtteile gibt es, von denen jeder einzelne einen eigenen Charakter hat. Wir bekommen zwar nicht alle zu sehen, aber auf jeden Fall einige sehr unterschiedliche Ecken der Stadt, in die wir mit oeffentlichen Verkehrsmitteln wahrscheinlich nie vorgedrungen werden. In einem Stadtteil steht vor jedem zweiten Haus ein Mercedes, hier fahren quasi gar keine oeffentlichen Busse. Aber wer schon einen eigenen Sicherheitsbeauftragten vor seinem Hauseingang postiert hat, hat wahrscheinlich auch einen Chauffeur, der Besucher transportieren und Besorgungen jeglicher Art erledigen kann. Deutsche Autos sieht man überhaupt sehr viele - besonders der Volkswagen in alten und neuen Varianten verschiedener Typen scheint sehr beliebt.
zwei relativ neue Bürogebäude, die wegen ihrer Form "Hosen" genannt werden
 Wir essen in einer großen Mall - sowas kenne ich aus Deutschland im Grunde gar nicht, das Centro Oberhausen ist im Vergleich ein Tante Emma Laden. Debbie und ich holen uns bei einer der vielen Fastfoodketten eine Portion Taccos, Paco isst einen Burger - von McDonalds. Klar, das große M und andere bekannte Ketten gibt es hier natürlich auch. Und die Preise sind ähnlich wie bei uns, also ungleich höher der lokalen kleinen Restaurants bzw. Straßenstaende.
Highlight des Tages ist die Suche - und schließlich das Finden eines Aussichtspunkt, von dem wir die Stadt überblicken können. An dem Panorama oben wird deutlich, dass es kaum möglich ist, Grenzen der Stadt auszumachen. Es scheint, als sei jede mögliche Fläche überbaut worden. Selbst Felshänge wurden bis zu einer sehr großen Steigung vollstaendig bebaut, teilweise unter Einsatz unfassbarer Mengen Stahlbeton.
Auf der Suche nach einem guten Aussichtspunkt über die Stadt

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