Belize, Baby!

17:06 Einsame Insel.de 4 Comments

Mein letzter Stop in Mexiko ist Chetumal, hier teile ich mir für eine Nacht ein Zimmer mit Martina aus Zürich, die ich beim Auschecken in Bacalar kennengelernt habe. Wir haben beide noch einige Dinge zu erledigen, bevor wir Mexiko verlassen: Wäsche waschen, Shampoo und Sonnenmilchnachschub kaufen, Churros essen und einfach ein bisschen ausschlafen bevor wir einen Tag "on the road" sind. Wir verstehen uns prima und haben beide endlich eine Reiseabschnittsgefährtin gefunden, die immer und überall zum Essen und Trinken halt machen möchte - wir sind uns einig, dass der kulinarische Genuss auf Reisen enie sehr große Rolle spielt. Glücklich, wieder mit einem vollen Magen und einem Rucksack mit frischer Kleidung und einem vollen Kulturbeutel loszuziehen, nehmen wir den ersten Bus Richtung Belize City.

Erste Eindrücke in Belize

Endlich ein schöner, alter, klappriger Bus - farbenfroh lackiert, mit schmalen Kunstledersitzen bestückt und nach ein paar Stops an der Straße voll mit Mexikanern und Belizianern (muss ich mal nachschauen, ob man das wirklich so sagen kann).

Warten auf den Bus nach San Ignacio, Belize


Ein Deutscher (mit italienischem Pass) und eine Schottin (deren Vater aus Holland und deren Mutter aus der Dominikanischen Republik kommt - oder so ähnlich) sind die einzigen weiteren Touristen im Bus. Genau genommen wohnen sie in Mexiko und haben es somit an der Grenze etwas einfacher. Martina und ich müssen ein bisschen tiefer in die Tasche greifen, bekommen dann aber auch unseren Stempel in den Pass. Ich schenke den beiden Wahlmexikanern meinen deutschen Mexiko-Reiseführer (Stefan Loose, wie immer zu empfehlen), woraufhin sie mein Busticket bezahlen. Nette Geste! So landet das gute Buch mit Sicherheit nicht in der nächsten Mülltonne!
Ich genieße die lange Fahrt (streckenmäßig kurz, zeitlich verhältnismäßig lang) und die vorbeiziehende Landschaft (so schnell zieht sie ja nicht vorbei...).

Martina beim nächtlichen Fischen auf Caye Caulker
 
Erfolgreich!

Josh macht die "Drecksarbeit"

Belize City - oder zumindest die Gegend um den Busbahnhof - ist ein ziemliches Durcheinander. Hier warten offenbar alle Taxifahrer, Hotelvermittler und sonstige nervenaufreibende Gestalten, die mich in den letzten Wochen in Ruhe gelassen haben. "Hey white girl!" und "Hey Baby!" hören wir am häufigsten. Martina hat lange, hellblonde Haare - mehr Auffallen geht hier wahrscheinlich kaum. Immerhin sind die Einwohner dieser Stadt recht groß gewachsen (erstaunlich groß, man glaubt sich in Europa zu befinden), trotzdem falle auch ich immer als Europäerin oder sogar Deutsche auf. Manch einer meint, es seien die blauen Augen - ich hätte mir die Haare gar nicht tönen brauchen, die Augen seien noch auffälliger. Na gut, ich werde nicht auf dunkle Kontaktlinsen und schwaarze Haare umschwenken. Bisher habe ich mich ja auch ganz wohl gefühlt (im Sinne von sicher).

"The Split" an der Nordspitze der Insel Caye Caulker
Wir verbringen drei Tage auf der Insel Caye Caulker, die die üblichen Inselaktivitäten bietet: Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen, Kanu fahren, Angeln, Spazieren, Lesen, Essen & Trinken und das war's dann glaube ich auch schon. Nach drei Tagen bin ich für meinen Teil dann auch mit diesen Dingen durch und habe genug vom Inselleben. Dazu trägt zwar auch das unfreundliche Personal und die fehlende Atmosphäre im Hostel bei, aber es ist auch einfach die Tatsache, dass ich mich übertrieben ausgedrückt langweile. Ich kann einfach nicht mehr als ein paar Stunden "faulenzen" und hier gibt es für mich zu wenig "Aktives" zu tun.

Southern Stingrays flutschen am Strand von San Pedro über meine Füße - unglaublich, wie weich ihre großflächige Unterseite ist
Soviel zur Infrastruktur auf Caye Caulker...

Wie in Mexiiko wird hier viel gemalt...

Tankstelle auf Caye Caulker

"Flughafen" Caye Caulker - bei Sonnenuntergang gehen hier die einheimischen Frauen joggen - in knielangen Röcken und schneeweißen (noch nie benutzten?) Turnschuhen

Belize Zoo
Belize Zoo


Das Tauchen ist grandios und die Insel ist schön, aber ich freue mich auch schon auf die nächste Stadt auf dem Festland. Vera (Finnin),  Martin und ich machen einen Abstecher zum Belize Zoo und bleiben eine Nacht in San Ignacio kurz vor der guatemaltekischen Grenze - so lernen wir noch einmal eine Stadt auf dem Festland von Belize kennen. Viel gibt es hier nicht zu sehen, mein Highlight des Abends erlebe ich auf dem Markt: Ich entdecke doch tatsächlich Mangosteen - the Queen of the Fruits! Da muss ich natürlich direkt zuschlagen und den anderen meine Lieblingsfrucht (die ich bisher nur in Südostasien entdeckt und gekauft habe) näherbringen!


Und jetzt geht's endlch nach Guatemala - Tikal anschauen und dann auf zum Spanischkurs!



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4 Kommentare:

  1. Einfach Danke!
    Danke, dass Du uns teilhaben lässt. Ein laufendes Buch.
    Eine andere Welt. Es ist so spannend, schön, erfreulich, interessant, abwechslungsreich, kurios, fantastisch, atemberaubend, verrückt, erstaunlich, krass, toll, wahnsinnig...

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  2. Es ist auch schön, am Ende des Tages noch einmal Revue passieren zu lassen, was man so erlebt hat. Ich komme zwar nicht immer hinterher mit Schreiben und hänge einige Tage zurück, aber wenn ich auch nur einen so beigeisterten Leser habe wie dich, ist es das schon wert :)

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    1. Du hast mindestens zwei ;)

      Viel Spaß auf der weiteren Tour,

      LG Sebastian (LSC Dümpel)

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    2. Ach, liebe Sylvia, du hast viel mehr Leser. Nur sind die nicht alle so fit im Umgang mit dem PC.
      Ich liebe deine Fotos und Kommentare und habe begeistert Anteil an deinem Reiseabenteuer.
      Freue mich immer wieder auf Neues. Besonders das Foto von Dir und der Kleinen ist sooo schön.
      Viel Glück weiterhin. Todo lo mejor para tí.
      Mutti

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