Chichicastenango: Mittelamerikas größter Markt

08:28 Einsame Insel.de 1 Comments

Jeden Donnerstag und Sonntag findet in der gut 100.000 Einwohner zählenden Stadt "Chichi" der größte Markt Zentralamerikas statt. Die Mehrheit der Bevölkerung gehört dem indigenen Mayavolk der Quiché an. Die Stadt Chichi ist geprägt durch den riesigen Markt, der viele Toursiten anzieht und gleichzeitig Menschen aus einem weiten Umfeld anzieht, die hier ihre Waren zweimal wöchentlich zum Kauf darbieten.

Alte Frauen vor der Kirche von Chichicastenango

Glücklicherweise gibt es die einfache, zweisilbige Abkürzung für den Ort, denn wie schon ein deutscher Schriftsteller feststellte, ist der Name nicht besonders einprägsam...

„Das schwerste Wort heißt nicht Popocatépetl wie der Berg in Mexiko
und nicht Chichicastenango wie der Ort in Guatemala
und nicht Ouagadougou wie die Stadt in Afrika.
Das schwerste Wort heißt für viele: „Danke“.“
 - Josef Reding

Textilwaren in allen denkbaren Farbkombinationen sind auf dem Markt erhältlich.
Die Busfahrt von San Pedro ist ausgesprochen ermüdend. Das Problem sind vorrangig die ersten wenigen Kilometer, da die Serpentinen am Atitlansee teilweise als Schotterwege die Vulkane bergauf und bergab führen. Häufig ist eine Spur asphaltiert, mal die recht, mal die links, sodass der Bus fröhlich die Straßenseite wechselt und der Fahrer vermütlich vor jeder Kurve betet, dass kein Gegenerkehr kommt. In Chichi ist es erstaunlich kalt, der Höhenunterschied zu San Pedro ist gar nicht so groß, aber es nieselt ein wenig, sodass ich von den gut vier Stunden, die ich vor Ort habe, mehr als eine in einem winzigen Café sitze und lese. Ich überstehe den Tag glücklicherweise ohne Erkältung (meine Softshelljacke ist immer noch beim "Schneider" zur Reißverschlussreparatur).
An dieser Stelle zeige ich euch wiederum lieber mehr Fotos als viele Worte zu verlieren. Das Warenangebot ist bunt und vielfältig. Ich beschränke mich auf den Kauf von ein paar fritierten Kartoffeln (ungeschält, mit Ketchup und scharfer Soße... köstlich...) und einer kleinen Stofftasche für meinen Kindle.

Ein Fleischverkäufer bei der Arbeit

...und seine Waren.

Zwei Kinder essen Eis auf der Treppe vor der Kirche.

Vor der Kirche werden überwiegend Blumen verkauft.

Kaffeepause: Spanische Verse bei Regen und Cappuccino

Ganz viele Tomaten

Buntes Markttreiben

Kleine Spieltiere aus Stoff - natürlich wieder in allen möglichen Farben und Farbkombinationen

...wirklich allen Farben!

Dinge, für die ich vielleicht nicht unbedingt eine Verwendung hätte...

Verkäuferinnen an einem Marktstand in Chichi

Schmuck scheint bei vielen Touristen ein beliebtes Souvenir zu sein.

Scheinbar eine Art Krippe, etwas kleiner als die, die man in Deutschland kennt.
 Die Bilder zeigen nur einen winzigen Ausschnitt der dargebotenen Waren. Es gibt eine bunte Mischung aus Lebensmitteln, nützlichen Dingen des alltäglichen Bedarfs und weniger nützlichen Dingen - zumindest in meinen Augen. Zugegebenermaßen hätte ich ja sehr gerne eine Hängematte gekauft, die ein bisschen "Urlaubsfeeling" in meine nächste Wohnung bringen würde. Aber das Kilogramm mehr möchte ich wirklich nicht für die nächsten vier Monate auf dem Rücken schleppen. Meine wenig reisebegeisterte Mutter erwähnte auch einmal, dass es in Guatemala so schöne Stoffe gebe - da kann ich ihr Recht geben. Schade, dass ich nicht die Stärke einer Ameise besitze. Na gut, das ist übertrieben, aber meine 14kg reichen mir wirklich!

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