36 Grad und es wird noch heisser...
...das Gefuehl hat man hier zumindest jeden Tag. Wie warm es wirklich ist, weiss ich gar nicht, jedenfalls tut die hohe Luftfeuchtigkeit ihr Uebriges.
Montagmorgen. Wir haben kaum geschlafen, die Hitze im Zimmer war unertraeglich. Ventilatoren bringen dann doch nicht soo viel bei ueber dreissig Grad und geschlossenem Fenster. Jedenfalls hatte man uns zugesagt, uns um kurz vor Sieben telefonisch zu wecken, um 7:35 wachten wir dann von selber auf und mussten uns tierisch beeilen, den Bus noch zu bekommen. Gute vier Stunden fuer 175km bis zum Anleger - und das bei dem ueblichen Gehupe und Verkehrschaos. Es gab eine Reihe von Ueberholmanoevern, die mir - gerade nach dem Unfall letzte Woche - einen ziemlichen Schrecken einjagten. Ein heftiger Regenschauer und ein Stop an einer Gruppe von Getraenke-, Snack- und Souvenirlaeden steigerte unsere Vorfreude auf das ach-so-touristische Ziel nicht gerade...
An Bord der "Discovery 02" gibt es Mittagessen und meinen ersten Fisch seit.. 10-15 Jahren. Ein bisschen wie Haehnchen.. aber egal, das geht zu weit...
Die Halong Bucht ist ein sehr weitlaeufiges Gebiet. Ueber 2000 Inseln, die meisten davon bestehen nur aus einem einzigen Karstfelsen. Wir besichtigen eine Tropfsteinhoehle (kitschig regenbogenfarbig beleuchtet). Abends in der Daemmerung duerfen wir eine Runde Kajak fahren - mein persoenliches "Highlight" der Tour. Lisa hat das natuerlich schon richtig drauf und ich komm ihr immer mit meinem Paddel in die Quere ^^
Als es dann wirklich stockdunkel ist und man nur noch die Lichter der Schiffe zwischen den Felsen sehen kann, geht's wieder an Bord... Abendessen, ein bisschen an Deck rumliegen und Musik hoeren und ab ins Bett.
Der Verkehr ist dicht und wir haben wieder einmal Bedenken, unsere naechste Reisemoeglichkeit zu erreichen.
Erst um fuenf erreichen wir Dienstag Nachmittag unser Hotel in Hanoi, in dem noch unsere Ruecksaecke auf uns warten. Schon eine halbe Stunde spaeter soll's weitergehen, wir brauchen noch Wasser und was zu essen... alles etwas chaotisch, aber das kann man in ein paar Worten gar nicht passend wiedergeben.
Letztendlich sind wir jedenfalls um... schaetzungsweise halb elf (haben beide zur Zeit keine Uhr..) in Ninh Binh angekommen. Wir haben ein "Open Bus" Ticket erstanden, mit dem wir bis Saigon kommen und an bestimmten Stops aussteigen und spaeter weiterfahren koennen.
Der wunderbare Schlafbus hat jedenfalls knapp 1,80m lange "Betten", ca. 40cm breit, deren Fussende ganz flach ist, damit es unter den Kopfbereich der Person davor passt und deren Kopfende entsprechend hoeher liegt. So muessen Nicht-Asiaten die Beine anziehen und liegen mit den Schulterblaettern auf einer fiesen Kante, die das eigentliche Kopfstueck abtrennt.
Und das Ganze in drei Spalten mit zwei Gaengen in einem normalen Reisebus.
Wir hatten erwartet, von einem "Minibus" in die Innenstadt gebracht zu werden, so hatte man uns das in Hanoi versprochen. Stattdessen wurden wir "mitten in der Nacht" auf der Landstrasse am Ende vom Nirgendwo "rausgeworfen".
Einigen aufdringlichen Hotelzimmer-Anbietern fluechtend, machten wir uns auf den Weg, gute zwei Kilometer, und sind letztendlich doch noch in einer ganz netten Bleibe untergekommen, deren Besitzer sogar deutsch spricht (im Gegensatz zur Rezeptionistin, die nicht einmal Englisch spricht).

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