Nachtrag

13:03 Einsame Insel.de 1 Comments

Ich habe mal versucht, in ein paar Sätzen und Fotos Malaysia, Singapur und Abu Dhabi nachzutragen. Gar nicht so einfach, bei über 2000 Fotos eine Auswahl zu treffen :)
Wir sind am ersten Oktober wieder gesund in Frankfurt gelandet (vielen Dank an das tolle Empfangskomitee!) und nun wohl oder übel wieder voll im Uni-Alltag!

Rückflug von Abu Dhabi gen Heimat - mit Blick auf Die Formel1-Strecke


'Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit'

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Abu Dhabi und Dubai 29. September - 1. Oktober

12:38 Einsame Insel.de 0 Comments

Zu guter letzt sei noch unser letzter Stop zu erwähnen. Günstiger als ein Direktflug war bei unserer Buchung ein Stopover in den vereinigten Arabischen Emiraten. Etyhad brachte uns absolut komfortabel nach Abu Dhabi, wo wir nachts um zwei unser *****Hotel in der Innenstadt erreichten (Großteil der Strecke mit dem Bus, den Rest zu Fuß mit dem immer schwerer werdenden Gepäck).
'Leider' sei unser gebuchtes einfaches Zimmer nicht verfügbar, so müssen wir leider eine Suite (zum selben Preis) beziehen...
Als wir das Zimmer sehen sind wir auch ganz traurig über dieses 'Problem':

Gut, zwei Flachbildfernseher sind vielleicht wirklich etwas übertrieben...
Ein Tag in Abu Dhabi reicht uns dann auch. Wir informieren uns im Hotel über die Kultur und die Sehenswürdigkeiten, die wir uns erhoffen (unser Reiseführer kann uns hier leider nicht mehr weiterhelfen). Als Antwort bekommen wir einen langen Satz, in dem etwas fünf Mal das Wort "Shopping Mall" auftaucht... merkwürdig... (auf dem Foto Blick aus dem Hotel auf eine Baustelle)

Wir machen uns also auf den Weg... und irgendwie scheint es wirklich schwierig zu sein, hier viel mehr als Einkaufen als Beschäftigung zu finden. Aber bei knappen 40 Grad Celsius ist man fast dankbar über die vielen klimatisierten öffentlichen Gebäude. (Foto: Strand im Bau?)
Etwas erstaunt sind wir schon, als wir auf einer kleinen Halbinsel einen IKEA entdecken. Die Einkaufszentren sind insgesamt etwas pompöser als man er hier kennt:

Den zweiten Tag verbringen wir in Dubai, in knapp zwei Stunden erreichen wir die Tourismusmetropole mit dem Bus.
Wir laufen ein bisschen durch einen älteren Teil der Stadt, ertragen die Hitze kaum, lernen einen Araber kennen, der kürzlich aus gesundheitlichen Gründen mit seiner Tochter einige Monate in Köln verbracht hat und uns anspricht weil er uns als Deutsche erkennt, bestaunen das höchste Gebäude der Welt und... sind eigentlich gar nicht so traurig, dass wir hier nur einen Tag verbringen. Einkaufszentren mit Haitunnel, Skihalle, Eislaufbahn usw. gehören dann doch irgendwie nicht hier hin und das alles erscheint ein wenig surreal und weltfremd...

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Singapur 28. September

12:32 Einsame Insel.de 0 Comments

Für Singapur waren dann wie gesagt nur einige Stunden unseres Abflugtages "übrig", die mir persönlich auch soweit gereicht haben. Es war ein einziger Streß - Geld wechseln - öffentliche Verkehrsmittel - Flughafen... wir mussten alles mit Gepäck erledigen, da es in der ganzen Stadt nicht eine Möglichkeit gibt, sein Hab und Gut unterzubringen. Man hat offenbar Angst vor Anschlägen oder ähnlichen Bedrohungen... Jedenfalls fiel dann relativ schnell die Entscheidung, schon zeitig zum Flughafen zu fahren, das Gepäck aufzugeben und die Ruhe am Flughafen zu genießen anstatt sich voll bepackt durch die Großstadt zu hetzen. Einen netten Zwischenstop gab's noch im Touristenbüro mit kostenlosem wasser, Fußmassagestuhl und Internetzugang.


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Malaysia... 23.-27. September

11:17 Einsame Insel.de 0 Comments

Ich kann diesen blog einfach nicht so unvollendet hier stehen lassen.
In Malaysia war unser Programm dank Sakinas perfekter Planung so voll, dass kaum Zeit für Mails oder gar längere Reiseberichte blieb. Ich denke in Penang haben wir viel von der typischen Kultur des Landes gesehen, auch wenn die meisten Gäste nach Sakinas Aussage eher drei Wochen als drei Tage bleiben.

Nich zuletzt das Essen war eine Erfahrung.. Vielseitig, interessant und vor allem scharf. Auf dem Foto sieht man Lisa im ersten überfüllten "Restaurant" in Penang, es gab Hähnchen in zwei verschiedenen Schärfegraden, Reis, Ladyfingers und anderes Gemüse. Üblicherweise wird mit den Fingern gegessen, das habe ich mir jedoch für das Abendsessen bei Sakina zuhause aufgespart. Da kann man dann immerhin gründlich die Händ waschen etc. :)

Am Morgen des 25. September wurden wir dann am Bushof in Penang abgesetzt, mit malayischem Tee (ähnlich Chaitee, aber sehr süß und mit viel Milch) in zugeknoteten Tüten ausgestattet - Reiseproviant.
Mittags erreichten wir Kuala Lumpur, oder wie man hier sagt KL.
Sakinas Onkel sammelt uns auf, setzt uns an einem kleinen, einfachen Hotel ab. Wir sind etwas enttäuscht: hier ist es deutlich teurer als in allen bisherigen Unerkünften, die Größe des Zimmers, Ausstattung und vor allem Sauberkeit lässt aber deutlich zu wünschen übrig.
Am Abend und am Folgetag bekommen wir die Landeshauptstadt mit all ihren Facetten gezeigt: Skyscrapers, Chinatown, Märkte, kulinarische Köstlichkeiten, moderne Architektur, kunstvolle Moscheen, das gigantische Regierungsviertel... Sakinas Cousin ist ganz begeistert davon, mit seinem Vater und zwei Deutschen unterwegs zu sein :)
Wir setzen unsere Fahrt fort nach Melaka, diesmal mit Sakinas Freund und dessen Bruder. Ich weigere mich hier, die Namen diverser Personen zu nennen, weil ich einfach keine Ahnung habe, wie man sie schreibt.
In Melaka sollte man wiederum die Unterkunft erwähnen (auf Nachfrage suche ich auch gerne den Namen heraus): ein gemuetliches, aber großes Hotel am Stadtrand mit dem größten Pool, den ich je gesehen habe - und den auch noch für uns ganz alleine.
Die Stadt, wiederum eine, die auf der UNESCO-Liste auftaucht, macht einen ganz netten Eindruck, wir bekommen jedoch an dem einen Tag zu wenig zu sehen, um ihre "große Bedeutung" entdecken zu können. Der chinesische Markt ist hier ganz interessant, ganz anders als z.B. in KL. Man bekommt verschiedenen Schnickschnack, nützliche und unnütze Dinge, aber auch chinesisches Essen, Fisch in Palmenblättern gegrillt und so allerhand ungewöhnliche Dinge.
Interessant - besonders fuer Architekturinteressierte - ist das "Little Malaysia", in dem alle traditionellen Hausbauweisen in einem Freilichtmuseum betreten werden können.
Besonders auffaellig mal wieder die Türöffnungen, die in meinem Fall gerade so ausreichen, um sich den Kopf zu stoßen (siehe Foto).
Der Tag und die Nacht in Melaka verkuerzen unseren (laenger geplanten) Aufenthalt in Singapur auf einen halben Tag. Der Sonntag wäre übernachtungstechnisch wahrscheinlich leicht problematisch geworden, da die Formel1 einige Besucher in die Stadt gezogen haben dürfte.

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Penang, Sakinas Heimat

23:03 Einsame Insel.de 0 Comments

Dienstagmorgen. Wir verabschieden uns am Pier von Claudia und Thorsten, die ihre Reise Richtung Phuket fortsetzen und eine andere Faehre nehmen. Am Festland werden wir in einen Minibus verfrachtet - zu dem Zeitpunkt haben wir noch Hoffnung, in der naechsten Zeit in einen komfortableren Bus mit mehr Beinfreiheit umzusteigen (wir haben "VIP" gebucht, das bekommt man als Tourist offensichtlich immer aufs Auge gedrueckt).
Es wird jedoch nur schlimmer: in Krabi steigen noch einzelne Personen zu, bis auf einmal ein Sitzplatz weniger vorhanden ist als Fahrgaeste. Lange Diskussion, dass der Fehler bei dem Reiseunternehmen liegt, das wiederum einen Fahrgast auf den Bus am naechsten Tag vertroesten moechte. Am Ende teilen sich in der letzten Reihe vier Leute drei Plaetze... was will man machen?
In einer der letzten groesseren Staedte im Sueden Thailands wechseln wir den Bus, werden neu verteilt. Keine Besserung...
An der Grenze ist maechtig Stau, wir stehen ewig an, um unseren Ausreisestempel zu bekommen. Von drei Schaltern werden nacheinander zwei geschlossen, sodass wir uns immer wieder neu anstellen muessen. Wieder ein neuer Bus, wieder Stau. Nach einer kleinen Ewigkeit erreichen wir Malaysia, warten auf den Einreisestempel. Wieder alles Gepaeck aus dem Bus nehmen, scannen lassen und hinter der Kontrolle wieder in den Bus steigen.
Unser Fruehstueck ist mal wieder klein ausgefallen und wir finden keine Moeglichkeit, Geld zu wechseln. Irgendwann muss an einer Tankstelle die Kreditkarte herhalten, um ein paar Nuesse und Cracker zu kaufen. Eigentlich sollten wir um acht Uhr abends in Penang, Georgetown, ankommen. Das scheint jedoch unmoeglich... Sakina wartet bestimmt schon auf unseren Anruf.
Gegen elf werden wir an einem grossen Einkaufskomplex "rausgeschmissen".
Einen Dollar bekomme ich in ein paar Muenzen getauscht und kann einen Muenzfernsprecher betaetigen... immerhin das funktioniert einwandfrei.
Sakina und ihr Freund sammeln uns kurze Zeit spaeter auf, aber wir sind ja noch gaaar nicht muede und moechten nicht direkt ins Bett ;) Also gibt's Sightseeing by Night in der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Georgetown.
Spaeter im Hotel habe ich die komplette Nacht keinen Schlaf gefunden, weil die "aircon" wahnsinnig laute Geraeusche von sich gegeben hat, die sich nicht mal mit Ausschalten der Sicherung abstellen liessen.
Demnach war der Folgetag entsprechend muede.. Fruehstueck, ein bisschen durch die Stadt laufen und im kostenlosen Stadtbus die historische Kolonialstadt bei Regen durch die Fenster betrachten. Tolle Stadt, es gibt viel zu sehen, ich war nicht wirklich in der Lage, das alles aufzunehmen. Ich merke gerade, dass ich wieder bzw. immer noch ganz schoen muede bin und es nicht mal schaffe, konsequent im Praesens zu schreiben... ich lass das dann besser mal fuer heute!

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Kho Phi Phi

08:12 Einsame Insel.de 1 Comments

Kho Phi Phi ist eine traumhafte Insel. Samstag Nachmittag entschieden wir uns dagegen, eine Nacht in Krabi zu verbringen (ja, ich weiss, Kersten, du wirst dich ueber den Namen des Ortes freuen), da die Kuestenstadt absolut ausgestorben und uninteressant schien. Nach laengerer Bank-Such-Aktion (bloede Travellerschecks...) konnten wir gerade noch rechtzeitig eine Faehre nach Phi Phi buchen. Im Taxi stellten wir schnell fest, dass unsere Mitfahrer deutsch sprechen. Und, wo kommen sie her? Aus Aachen natuerlich, der Weltstadt Aachen :) So kam man dann auch schnell ins Gespraech und zwei Stunden spaeter irrten Claudia, Thorsten, Lisa und ich gemeinsam auf der Insel umher auf der Suche nach einer Unterkunft. In und hinter der Stadt am Hang gab es zwar einige guenstige Gaestehaeuser, teils auch ganz annehmbar, aber leider alle neben wahnsinnig lauten Baustellen und weit vom Meer oder jeglicher Natur entfernt. Schwere Entscheidung.. aber nach einer kurzen Erfrischung (seit Thailand meist ein Schweppes Manao Soda, das es in Deutschland leider nicht gibt) waren wir wieder etwas motivierter mit den Rucksaecken den Hang wieder hinab und zurueck zum Pier zu gehen, um es mal in die andere Richtung zu probieren, richtung "Long Beach". Absolut richtige Entscheidung... unsere Tshirts waren so oder so nass geschwitzt, da kam es auf eine halbe Stunde auch nicht mehr an. Ueber "Stock und Stein" bzw. Felsen und Baumwurzeln ging es der Kueste entlang, bis wir einen traumhaften, kleinen Strand erreichten mit einer kleinen hoelzernen Anlage, Loungemusik und netter Beleuchtung. Skepsis machte sich breit: "das kostet bestimmt wieder ueber tausend Baht!". Jedoch unbegruendet: fuer rund 12 Euro haben wir die schoenste aller Unterkuenfte bekommen, mit Haengematte auf der Veranda und Meeresrauschen im Hintergrund.
Damit war unser Aufenthalt auf Phi Phi quasi schon gerettet und uns konnte nichts mehr von zwei Tagen Entspannung abhalten. Nicht mal der absolut touristische Schnorcheltrip. Die Insel mit den zu fuetternden Affen oder die vielen Boote, die fast jeden "einsamen Strand" bevoelkerten. Ganz gross auf dem Programm stand auch "the beach" aus dem gleichnamigen Film (irgendwie kennt den scheinbar jeder..), der bei Ebbe am Abend mit zig von Touristen (trotz Nationalpark) dann aber doch nicht sooo unberuehrt und einzigartig erschien. Fuer uns eine neue Erfahrung war das Schnorcheln ("snorkeling" ist vielleicht ein bloedes Wort...). Direkt am ersten Stop, dem "Shark Viewing Point", bekamen wir dann tatsaechlich auch Haie zu Gesicht. Sechs an der Zahl, im Schwarm am Meeresgrund umher"schleichend". Sie waren zwar nur einen guten Meter gross, aber trotzdem ungewohnte Zeitgenossen. Nicht ganz so harmlos wie die kleinen Nemos, Baracudas und regenbogenschillernden Fische, aber irgendwie trotzdem interessant. Lisa wurde ein bisschen nervoes, als sie von einem Schwarm kleiner Fische von allen Seiten angeknabbert wurde...
Tag zwei haben wir dann vormittags an unserem "Privatstrand" verbracht, spaeter bin ich dann noch ein wenig mit der Kamera durch die Gegend gezogen und wir haben uns am Viewpoint auf der Spitze des Inselberges wiedergetroffen, um der Sonne beim Untergehen zuzusehen. Wahnsinn, wie sich das kleine Oertchen auf der Insel nach dem Tsunami veraendert haben muss, wenn man hier mal alte Fotos sieht...
Letzter gemuelticher Abend... hier laeuft gerade Cafe del Mar oder aehnliches und wir haetten schon Lust, noch ein bisschen hier zu bleiben oder wieder zu kommen. Kurz nach elf, aber ein letztes Mal ins Meer springen (das hier uebrigens wahnsinnig klar und tuerkis ist), muss jetzt noch sein! Morgen dann frueh mit der Faehre nach Krabi und in den Bus Richtung Penang, Malaysia, Sakinas Heimat.


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Kho Samui und Kho Panghan

07:42 Einsame Insel.de 0 Comments

Mittwoch morgen also erreichten wir den Pier, von dem uns eine Faehre nach Kho Samui bringen sollte. Nach einer Nacht im Bus kommen mir die Wartezeiten immer ewig vor und die Organisation laesst oft zu wuenschen uebrig. Irgendwie erreicht man sein Ziel zwar immer, aber eben mal mehr und mal weniger genervt und geschafft von der Anreise. Kho Samui stellte sich relativ schnell eher als Enttaeuschung heraus. Die Infrastruktur ist auf der Insel ausgesprochen gut. Und das ist immer eine gute Grundlage fuer einen "Massentourismus", wenn man das in der Nebensaison ueberhaupt so bezeichnen kann. Ein Zimmer, das preislich und von der Lage in Ordnung war, haben wir dann zwar bekommen. Aber so richtig umgehauen hat uns das auch nicht... wir haben schon fast bereut nicht direkt auf der Faehre geblieben zu sein und eine Insel weiter zu fahren.
Genau das machten wir dann aber am Folgetag. Ein Tag Kho Samui mit ueberteuerten Supermaerkten und Restaurants, ohne die Moeglichkeit an Strassenstaenden zu essen, einen ruhigen Strand zu besuchen und sich nicht wie ein Pauschalreisen-Tourist zu fuehlen, hat uns gereicht.

Kho Panghan. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und klares Wasser. Hier sind die schoenen Straende eine Ecke vom Pier entfernt, wir sind eine Weile mit dem Taxi unterwegs. Taxi heisst in Thailand, zumindest auf den Inseln, dass man fuer einen Festpreis (hier teure drei Euro) und zum Teil nur zu festen Zeiten irgendwohin gefahren wird auf einer Art PickUp mit seitlichen Baenken. Leider nicht gerade magenfruendlich, wenn man die kurvigen Strecken noch nicht kennt. Aber man gewoehnt sich ja mit der Zeit an einiges...
Wir kommen, wie schon auf der letzten Insel, in einer einfachen Bambus-/Holzhuette unter. Angeblich bekommen wir sonst nichts guenstigeres, schon gar nicht mit Pool (wir hatten gar keinen verlangt..). Nun ja, immerhin kann man hier wieder motorbikes mieten und ist somit mobil.
Das ist auch absolut notwendig. Das "Resort" ist gute 15 Minuten Fussweg von der eigentlichen Strasse entfernt und auf der wiederum muss man auch noch eine Weile gehen, bis man etwas anderes als "Dschungel" sieht. Also, Motorbike geliehen und los gehts... am "heimischen" Strand ist gerade Ebbe und wir koennen nicht mal schwimmen gehen, ohne uns an den Felsen und Korallen zu verletzen. Die Strassen sind zum Teil wirklich uebel, nur ein kleiner Teil (starke Steigung in Verbindung mit engen Kurven etc.) ist befestigt.
[...Fortsetzung...]
Wir hatten den Plan, uns die schoenen (und fuer die Fullmoonpartys bekannten Straende) auf der anderen Seite der Insel anzuschauen. Es gab leider in dem Sinne keine Ringstrasse, die einmal um die Insel fuehrt, sondern eine solche nur mit Unterbrechung, sodass wir relativ weit um die Insel fahren mussten um dann eine Strasse "landeinwaerts" zu nehmen. Das als Strasse zu bezeichnen ist allerdings etwas... unpassend. Kurze Abschnitte, das heisst die besonders steilen Berge, waren betoniert oder asphaltiert, aber der Grossteil bestand aus einer Sandpiste. Die vorhandenen befestigten Stuecke waren haeufig an der Seite weggebrochen, manchmal eine komplette Spur, wo es dann ploetzlich mehrere Meter in die Tiefe ging. Und davor nur ein kleines rotes Hiweisschild das man so ziemlich im letzten Moment erst sehen konnte. Viel schlimmer waren aber die sandigen Strecken. Man musste auch sonst schon mit voller Kraft beide Bremsen betaetigen, um manche Hangkurven nehmen zu koennen... aber einige Haenge waren durchzogen von 20-50 cm tiefen Graeben, durch die sich Regenwasser (und wenn es hier regnet, meist jeden Morgen, dann nicht zu knapp) seine Bahnen gezogen hatte. Wenn mal Gegeverkehr kam, war es auesserst schwierig, auszuweichen und ich musste staendig die Fuesse dazu nehmen, um Gleichgewicht zu halten. Lisa ist an den beiden Tagen gar nicht gefahren, sondern war immer froh wenn wir heil ankamen :) ...ich hab teilweise den ganzen koerper angespannt gehabt vor Konzentration und Angst zu fallen...
Die Straende an der anderen Seite der Insel waren auch ganz nett, aber nicht unbedingt jedes Risiko wert, was man eingehen musste, um sie zu erreichen. Im Ort in der Naehe unserer Unterkunft gab's einen kleinen Markt, wo wir uns mit gegrillten Maiskolben, Fruehlingsrollen und Fruchtsaeften versorgen konnten. Gut und guenstig ;)
Samstagmorgen sind wir dann um kurz nach sechs zur Faehre aufgebrochen und gegen Mittag in Krabi angekommen, der Stadt am Festland, wo die Faehren nach Phi Phi fahren. Angeblich sollten alle Banken aufhaben, das stellte sich dann aber zum grossen Problem heraus. Lisa hatte mir schon Geld geliehen fuer das Busticket hierher, und ich kann's nicht haben, Schulden zu machen oder zu haben...

und ich wollte mir wenigstens was zu essen und zu trinken kaufen.
Krabi an sich stellte sich als ziemliche Enttaeuschung heraus, vieles geschlossen, unbelebt und keine schoene Stadt. Nach einer Dreiviertelstunde Warten (Schild "lunchtime" trotz eigentlicher Oeffnungszeit 8-18h) machte ein kleiner exchange-Schalter auf, der sogar meine Traveller gegen Bares tauschte. Jedenfalls haben wir uns dann erkundigt, wie es weiter nach Phi Phi Island geht und sind dann fur 300 baht (rund sechs euro, aber im Verhaeltnis zu manch anderen Sachen nicht soo guenstig) mit der Faehre uebergesetzt. Wir haben direkt im Zubringertaxi zwei Deutsche kennengelernt... und wo kamen sie her? Aus Aachen!

Ab hier wiederhole ich mich nun, weiter geht's im naechsten Eintrag :)



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One Night In Bangkok

07:24 Einsame Insel.de 2 Comments

...daraus wurden dann doch zwei. Die thailaendische Hauptstadt ist einfach zu gross, um sie in ein paar Stunden zu erkunden. Am Abend unserer Ankunft, Sonntag wenn ich mich recht erinnere, haben wir uns erstmal eine "herbal" Massage gegoennt. Aus kleinen Tuechern werden heisse, nach Kraeutern duftende Kompressen auf Ruecken, Beine etc. gedrueckt. Mir persoenlich gefaellt so eine klassische Oelmassage besser, aber fuer den Abend war es ganz entspannend.
Man wird etwas erschlagen von der Vielzahl an Laeden und Verkaufsstaenden, von umherwandelnden Verkaeufern mit Koerben und von jungen Thailaendern, die fuer die naechste Bar oder ein Restaurant werben. Unsere Unterkunft war einfach, aber sauber und guenstig. Montag ging es dann per Tuktuk los. Die meisten Sehenswuerdigkeiten oder sonstigen Ziele sind einfach nicht zu Fuss erreichbar, wenn man so begrenzte Zeit hat.

sehr beeindruckend, wenn man diese Erscheinung noch nie gesehen hat: eine Helo

Fuer einen geringen Tarif wollte uns der Fahrer zu den wichtigen Tempeln (was man eben in Bangkok gesehen haben "muss") fahren. Ein weiterer Verdienst fuer ihn seien Tankgutscheine, die er bekaeme, wenn wir uns in bestimmten Laeden (Schneider) fuer ein paar Minuten umgucken wuerden. Wir muessten auch nichts kaufen...
Nachdem unser Interesse wie erwartet eher gering war, wurden wir am Golden Mount heimtueckisch von unserem Tuktukfahrer verlassen, waehrend wir die Stufen der Anlage erklimmten. Ausblick ueber die Stadt... aber eben kein Tuktukfahrer mehr (immerhin hatte er auch kein Geld bekommen). So machten wir uns zu Fuss auf, um kurze Zeit spaeter ein anderes Gefaehrt zu nutzen (gleiche Prozedur, allerdings ohne Ueberraschungen).
Ein grosses Einkaufszentrum eignete sich optimal zur Geld- und Nahrungsbeschaffung und fuer weitere Besorgungen. Abends suchten wir wieder die Einkaufs-/Futtermeilen in unserem Viertel, Banglampoo, auf. Den Dienstag verbrachten wir dann ebenfalls mit einer Mischung aus Kulturprogramm und Essen/Einkaufen. Mit de Taxiboot zum liegenden Buddha und zum Koenigstempel, danach einfach weiter den Fluss runter um ein wenig zu entspannen.

Bangkok by night
 
Interessant war auch Chinatown, das den Eindruck machte, ein einziger Grossmarkt zu sein, auf dem man alles vom Armbaendchen, ueber Textilien bis hin zu Gebaeck in riesigen Mengen bekommen konnte. Abends wieder die uebliche Prozedur: Zubringer zum Nachtbus (diesmal zu Fuss, scheinbar war kein Minibus verfuegbar), Essensstop an merkwuerdigen Orten um Mitternacht und Ankunft am Ziel am naechsten Morgen ohne wirklich viel geschlafen zu haben.

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Kho Chang

20:35 Einsame Insel.de 3 Comments

Die Zeit vergeht wie im Flug, bald ist schon die Haelfte unserer Reise vorbei.
Donnerstagmorgen sind wir also mit dem Bus Richtung Grenze aufgebrochen. Ungewoehnlich unkomnpliziert war es. Fuer Thailand muss man weder fuer das Visum zahlen, noch die Koerpertemperatur messen lassen oder angeben, ob man in den letzten 24 Stunden niesen musste oder Kopfschmerzen hatte (da muss man sowieso immer ein bisschen schummeln, denn wer ueberlebt schon ohne Niesen etc. den Wechsel von 35 Grad Aussentemperatur zu unter zwanzig Grad im Bus?).
Im gemuetlichen Kleinbus erreichen wir problemlos den Pier an der Suedkueste Zentralthailands. Die Sonne verabschiedet sich langsam, die Faehre laesst auf sich warten.
Wir sind uterwegs mit zwei deutschen Jungs, einem aelteren zuericher Paar und zwei Franzosen. Auf der Insel angekommen, nehmen wir zusammen ein Taxi Richtung "Lonely Beach" im Sueden der Insel. Lisa und mir ist ziemlich schnell ziemlich schlecht: wir sitzen seitlich ohne wirkliche Sicht auf die Strasse und es geht mit unnormalen Steigungen auf und ab und um enge Kurven... und das eine gute halbe Stunde. Um uns herum duesterer Dschungel, unendlich viele Geraeusche undefinierbarer Tiere.
Erster Mitbewohner in unserer Bambushuette im "Nature Beach Resort": ein "kleiner" gruen-gefleckter Gecko... der sei aber nicht giftig oder gefaehrlich...
Ich dachte schon, ich wuerde meinen Geburtstag ausschliesslich im Bus verbringen. Im Endeffekt wird's doch noch ein schoener Abend: wir machen uns mit den beiden Franzosen auf den Weg ins kleine Zentrum. im "Stone Free" gibt's thailaendische Kueche, Fruchtcocktails und sogar Livemusik inklusive Geburtstagsstaendchen von Jack Sparrow (so aehnlich sieht der Saenger mit seiner Gitarre jedenfalls aus). Spaeter wird mir sogar noch ein Pfannkuchen mit Kerze serviert =)
Freitag, Samstag... mit dem Moped geht's rund um die Insel zu kleinen Wasserfaellen, Fluessen mit klarem Wasser und Seil zum ins-Wasser-schwingen und natuerlich zum Strand.

Musste mich vorhin ein wenig beeilen wegen begrenzter Online-Zeit. Jetzt ists chon sieben Uhr durch und ich bin muede genug, um ohne schlechtes Gewissen ein paar Minuten am Rechner zu verbringen.
Die beiden Tage auf Kho Chang waren jedenfalls sehr erholsam. Mit den motorisierten Zweiraedern (fieser Linksverkehr!) ist man echt am besten unterwegs, kann abgelegene Wege erkunden (in denen man im Schlamm versinkt) und schafft es auch halbwegs ohne Uebelkeit die engen Kurven der "Ringstrasse" der Insel zu nehmen. Unterwegs mit den Franzosen entdeckten wir einen kleinen Fluss, der kurz vor einer Bruecke knapp zwei Meter tief war und genau soviel Stroemung aufwies, dass er sich optimal zum schwimmen (auf der Stelle :) eignete.
Absolut genial war ein zehn Meter langes Seil, das irgendein Lebensmueder irgendwann mal an einem Ast angebunden hatte... der Traum jedes Kindes (also ich fand die Vorstellung immer super..) so uebers Wasser zu schwingen und loszulassen, wenn einen die Kraefte verlassen.
Abends "Beachparty" in unserem "Resort" bei Housemusik, Fruchtcocktails und Fackel-kuenstlern am Strand.
Ich finde es auch einfach genial, jederzeit ins Meer springen zu koennen. Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, warm ist es immer. Kurz vor groesseren Regenfaellen wurde es zwar etwas unruhiger... aber alles schwimmbar =)
Im Grossen und Ganzen bin ich ganz froh, dass Nebensaison (jaaa, und Regenzeit :) ist, so hat nur ein kleiner Teil der ganzen Souvenirlaeden geoeffnet (und die Verkaeufer koennen ziemlich anstrengend sein, wenn man vorbeilaeuft), die Straende sind leer und die Unterkuenfte guenstig.
Sonntag ging's mit dem Taxi im Regen zur Faehre. Fast eine Stunde spaeter als gedacht, scheinbar waren wir ueber die Taxi-Fahrzeiten falsch informiert worden.
Die Faehre war wohl aehnlich unpuenktlich, sodass im Endeffekt doch alles gepasst hat und wir unseren "VIP-Bus" erreicht haben. VIP heisst wohl, dass er eine Klimaanlage hat und dass statt thailaendischer Soaps "Ein Quantum Trost" und "Transporter 3" gezeigt werden. (Beide Filme wurden auch nicht besser dadurch, dass ich sie das zweite mal sehen durfte...).

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Siem Reap / Angkor Wat

21:52 Einsame Insel.de 1 Comments


So, neuer Eintrag wegen zu grosser Datenmengen :)
Montagabend sind wir also in Siem Reap angekommen, zwei Stunden spaeter als erwartet, hungrig, muede. Und dann wird man auch noch im letzten Hinterhof der Stadt rausgelassen. Immerhin auf einem abgegrenzten Grundstueck, sodas eine direkte Belagerung durch Tuktuk-Fahrer und Hotel-Werber nicht moeglich ist… wobei… na ja, jedenfalls in ertraeglichem Masse. Nach einigem hin und her (zwei deutsche Maedels wollten uns von einem tollen Hostel relativ weit ausserhalb ueberzeugen), bringt uns unser Tuktukfahrer zum zentrumsnahen “Green Town Guesthouse”. Wir vereinbaren, dass er fuer die naechsten Tage unser Fahrer bleibt und uns am Folgetag am Hotel abholt, um zu den Tempelanlagen zu fahren. Zum Abendessen ergibt sich eine nette Runde mit zwei Britinnen, eine aus Manchester und eine aus Wales, letztere mit kaum verstaendlichem Akzent (das sagen sogar ihre Freunde zuhause, meint sie!). Kmher Amok ist ein landestypisches Gericht, ein Curry mit Haehnchen (oder Fisch, Schwein, Rind), Cocosmilch, Zwiebeln, Ei.. und dazu Reis. Gut wuerzig aber nicht scharf. Fuer dich, Kersten, hier auch noch ein Foto:


Der Dienstag war also den Tempeln gewidmet, gute sieben tunden fuhr uns We von einer Anlage zur naechsten und sammelte uns jeweils am anderen Ende wieder auf. Leicht regnerisch, aber trotzdem tierisch warm - wir waren relativ schnell ziemlich muede.

Kurze Erholung im Hotel und dann noch mal zu Fuss zum Old Market. Diesmal ein indisches Restaurant – fuer mich irgendeine Paste aus Spinat und Kartoffeln mit Reis (dazu Bananenlassi, sehr zu empfehlen) und fuer Lisa Basmatireis mit Gemuese – wahnsinnig scharf :)
Frueh ins Bett und den Wecker auf 4:30h gestellt. Um kurz vor fuenf holt uns We ab, es geht wieder zu der beruehmtesten der Tempelanlagen – Angkor Wat. Diesmal bei Sonnenaufgang – andere Atmosphaere, weniger Touristen – hatten wir gedacht. Leider sehr regnerisch, bewoelkt und deutlich mehr Menschen als am vorherigen Mittag, aber trotzdem ein ganz schoenes Erlebnis. Einfach darauf zu warten, wie es langsam hell wird und die Silhouetten am Horizont langsam Form annehmen.
Wir sehen uns einige weitere Tempel, die deutlich weiter im Norden liegen, im Schnelldurchlauf an. So richtig Spass macht das nicht, trotz unserer tollen Pinguin-Muellsack-Regencapes.
In der Stadt noch ein Busticket besorgen.. denn morgen geht’s (doch schon einen Tag frueher als geplant) nach Thailand. Auf der Insel Ko Chang soll es zwar die naechsten drei Tage starken Regen geben (90% Wahrscheinlichkeit… aber man kennt ja diese Vorhersagen ;), aber wir warden trotzdem versuchen dort mal ein bisschen entspannen zu koennen. Kultur warden wir da naemlich weniger finden… eher Sandstrand und Palmen, find ich auch mal schoen!
Kurzer Nachtrag: habe unseren Killer-Affen-Angriff in der Naehe von Angkor Wat gar nicht erwaehnt. Lisas Broetchen wurde gewaltvoll entwendet... nur mit Tricks konnten die Viecher abgeschuettelt werden...


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Saigon - Phnom Penh - Siem Reap

20:46 Einsame Insel.de 0 Comments

Guten Morgen! Ist schon ein paar Tage her, dass wir uns gemeldet haben. Ich werd mal ein paar Eindruecke der letzten Tage wiedergeben, soweit es meine kaum funktionierende Tastatur hier zulaesst.
Die Fahrt nach Kambodscha also… es ging gegen sechs Uhr los: erstes Hindernis war die Hoteltuer. Die Angestellten unsere Unterkunft, eins dieser typischen Gaestehaeuser, diesmal mit grossem Restaurant im Erdgeschoss, schliefen noch ueberall auf dem Boden oder mehreren zusammengerueckten Stuehlen. Der “Chef” wurde aber relative schnell wach und liess uns ins Freie. Der Verkehr in Saigon war unglaublich…

ich erinnere mich an eine Ampel, an der wir locker Zehn Ampelphasen standen, ohne auh nur einen Meter vorwaerts zu kommen. Die vielen Rollerfahrer nutzten mitunter die Gehwege oder warteten mehr oder weniger geduldig, rauchend, sms-schreibend im Regen auf irgendeine Bewegung.
Im Bus stellte sich schnell heraus, dass unser abgezaehltes Rest-Geld nicht fuer zwei Visa reichen wuerde. Statt 20$ oder 400.000 Dong sollte das Visum auf einmal 25% mehr kosten. Ein wenig Panik machte sich breit, denn wuerden wir keine Bank finden, muessten wir moeglicherweise den Bus an der Grenze davon fahren lassen. Im Endeffekt bekamen wir die fehlenden drei Dollar geliehen und konnten bei der Fruehstueckspause hinter der Grenze Travellercheques in Bargeld umwandeln… fuer Fruehstueck reichte dann die Zeit nicht mehr.. der Bus hupte schon und haette uns fast stehen lassen :)
Die zweite Pause sollte in Phnom Penh beim Buswechsel stattfinden.
Mit ueber einer Stunde Verspaetung wollte der Anschlussbus leider nicht laenger warten… wenige Minuten spaeter waren wir allerdings dankbar fuer das schnelle Umsteigen. Unsere Maegen knurrten vor sich hin… wir verliessen den Bus.. und – Kambodscha-Erlebnis Nr.1 – wurden sofort belagert. Ich war als erste aus dem Bus und konnte dem noch halbwegs entgehen, aber Lisa war absolute perplex und konnte es nicht fassen. Das Gepaeck wird einem fast aus der Hand gerissen von Menschen, die einem eine Unterkunft oder eine Fahrgelegenheit aufschwatzen wollen. Der grosse Andrang wird schon abgebremst durch einige Blechstellwaende, die Mitarbeiter der Busgesellschaft um die Gepaeckfaecher anordnen. Zwischen den beiden Bussen sind es keine zwanzig Meter, wir sind heilfroh als wir das “rettende Ufer” erreichen.
Eine aehnliche Situation beim Warten auf die Faehre: der Bus steht im Stau mitten in einer Art Markt: Kinder, alte Menschen, Behinderte, klopfen an die Fenster, betteln oder bieten Waren an. Man hat schon den Satz im Ohr “only one dollar, it’s cheap for you!” - der uns in diesem Land weiter verfolgen wird…
Oh je, es tut mir leid, dass ich wieder so ausfuehrlich werde… mit lauter unwichtigen Details. Oder zumindest Details, die vielleicht fuer Aussenstehende ziemlich langweilig sind…
Cambodia.. die Fahrt.. die ersten Kilometer hinter der Grenze denke ich noch: ach, fliessender Uebrgang, kein riesen Unterschied…
Das aendert sich schnell: die moisten Haeuser stehen auf zwei Meter hohen Stelzen, groesse Teile der Felder, Wege, “Grundstuecke” neben der etwas hoeher liegenden Strasse sind ueberschwemmt. In der Hauptstadt wurde kurz vor Buswechsel angekuendigt, dass der Bus Richtung Kueste nicht fahren wuerde, die Strassen seien nicht befahrbar wegen Ueberschwemmung in den letzten Wochen (warum erfaehrt man das nicht vor Reiseantritt?).
Wir passieren im Grunde keine (groesseren) Staedte mehr. Die Strassen sind in weiten Teilen von einfachen Haeusern, teilweise eher Holzhuetten, gesaeumt, zwischendurch taucht mal eine kleine Ortschaft ode rein Markt an der Strasse auf. Einige Menschen sind mit der Reisernte beschaeftigt, andere sitzen in ihren erhoehten Hauseingaengen auf der Treppe und schauen dem Regen zu. Kinder treiben Kuehe an der Strasse entlang, einige Male muss der Bus stark Bremsen, manchmal reicht ein kurzes Hupkonzert. Ein Junge badet mit einer Kuh vor dem Haus in den tiefen “Pfuetzen”, eher ein Teich.
Frauen und Kinder waschen ihre Kleidung in aehnlichen Wasserstellen, Maenner putzen ihre Motorraeder. Hier und da wird gekocht – Lisken und ich haben immer noch nichts gegessen.
In Vietnam haben wir alle groesseren Strecken bei Naht zurueckgelegt, trotzdem hat man schnell den Eindruck, dass hier in Kambodscha deutlich groessere Armut herrscht. Auch die Staende auf den Maerkten sind offenbar nicht fuer Touristen augelegt: es gibt frisches Fleisch, getrockneten Fisch, Fruechte usw. – ausgebreitet auf Tischen oder Decken.

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Goodbye Vietnam

06:55 Einsame Insel.de 2 Comments

Hallo liebe Lesergemeinde,

hier schreibt euch das erste Geburtstagskind.
Die letzten Tage sind quasi wie im Flug vergangen. In der Hafenstadt Hoi An, wo wir uns jeder ein Oberteil und ein Kleid auf den Leib haben schneidern lassen, mussten wir unsere schoene Bleibe verlassen (wir haben uns ein schickes Hotel gegoennt mit Fenstern, die man oeffnen konnte, und sogar einem Balkon...Luxus fuer 15$) und sind mit dem legendaeren Sleepingbus nach Nha Trang gefahren: Abfahrt 17:30, Ankunft 6:00. Diese Naechte im Bus sind der pure Wahnsinn. Ich kann nie zur Ruhe kommen wenn ich meine Beine nicht austrecken kann weil die Asiaten nur 1,50m gross sind, die Busfahrer fahren wie die letzten Henker, die 2m tiefen Bodenwellen einem die Wirbelsaeule durchteilen oder wenn der Bus haelt und man nicht weiss ob einem im naechsten Aubeblick die Rucksaecke aus dem Stauraum auf die Strasse geworfen werden oder man noch 20km in die Stadt hineinafehrt...schon irgendwie aufregend. Ich weiss ja nicht ob die Sylvi das schon erwaehnt hat aber mit dem Englisch habens die Vietnamesen net so. Sie vergessen schon mal Buchstaben oder ersetzen diese nach Lust und Laune(Bsp.: Die Zahl Five auszusprechen, dazu haben sie keine Lust...es heisst dann nur Fi...oder das TH sprechen sie erstrecht nicht aus.Manchmal ist es nur ein T oder ein Laut der mir nicht bekannt ist)
Aber es gibt ja noch die gute alte Koerpersprache.
Also zurueck zum Thema..wir sind also nach einer mittelpraechtigen Nacht in Nah Trang angekommen, um uns schwaermten mal wieder tausend Asiaten, die uns mit in ihr Hotel, in ihr Taxi oder sonst wohin mitnehmen wollten...Gut, dass Sylvia und ich sooo gelassene Menschen sind. Wir haben uns hoeflich von der Menge verabschiedet und sind um 7Uhr morgens am Strand gewesen, haben uns mit unseren Klamotten hingelegt und sind um 11uhr wieder aufgewacht...es war tierisch warm. Natuerlich hatten wir KEINEN Bikini an und sind mit Unterwaesche bekleidet ins Meer gehuepft.Eine Stunde spaeter waren unsere Koerper rotbraun gebrannt. Dazu kam dann noch die Uebelkeit..Ich denke dass nennt man einen Sonnenstich. Die Sylvia war ganz hinueber!!Haben uns dann Stundenweise ein Zimmer gemietet, da wir abends wieder die Nacht nach Saigon durchfahren wollten. Diese Busfahrt war auch mal wieder der Hit. Ich lag am Ende zwischen 2Amerikanern, einer Vietnamesin und einem Kanadier. Cosy!! (zu deutsch: gemuetlich) Die Sylvi lag neben einem gelben Sack, ein vietnamesicher Koffer. Da meinte ich zu ihr: Na das kann aber gemuetlich werden neben dem gelben Sack!. Die Antwort war phenomenal: Ich glaube, dass ist nicht der einzige gelbe Sack hier!!.....Ich habe mich noch Stunden amuesiert.
Um 6Uhr morgens waren wir dann in Saigon. Natuerlich hatten dann auch erst 10% aller Hotels geoeffnet aber allein diese 10% und deren Besitzer haben uns mal wieder mit ihrer Werberei um den Verstand gebracht...Haben dann aber doch noch ein nettes Zimmer gefunden mit dem Fenster zum Flur.
Wir haben vorher abgesprochen, dass Sylvia mir erst gratulieren darf, wenn wir ein Zimmer gefunden haben... Dem war dann auch so. Sonst war der Tag aber eher mittelmaessig; also fuer einen Geburtstag...hab noch nichtmal ein Geschenk bekommen weil die Sylvia kein Geld mehr hatte und sich die ganze Zeit von mir sowieso Geld leihen musste...Sollte ich etwa fuer mein Geschenk selbst bezahlen??????;-)
Aber alles im gruenen Bereich. So wir geniessen hier noch ein paar Fruchtshakes (der von der Sylvi schmeckt nach Kotze, soll aber Papaya sein...bei den Vietnamesen kann man ja nie wissen) und morgen gehts um 6Uhr nach Kambodscha. Diesmal aber tagsueber. Der Bus faehrt wohl 12 Stunden. Ich freu mich!!!

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Weltuntergang in Mittelvietnam

08:24 Einsame Insel.de 2 Comments

Wunderbare Nacht, also ich fuer meinen Teil habe ein bisschen schlafen koennen in dem merkwuerdigen Bus, Lisa hatte wohl groessere Probleme und versucht den Schlaf jetzt nachzuholen. Waren schon um acht in Hue, haben allerdings auf der Fahrt Todesaengste ueberstehen muessen... staendiges Hupen, bescheidene Strassen, Bruecken ohne Bruestungen, Baustellen, an denen man meint, der Bus wuerde sich in Einzelteile zerlegen...
...aber offensichtlich haben wir's ueberlebt. In Hue sind wir dann bis zum ersten Supermarkt so nass geworden, dass wir noch Stunden spaeter eine Tropfspur hitnerlassen haben. Mittlerweile kleiden wir uns in original vietnamesischen Regencapes, die ein aehnliches Design wie Muellsaecke haben... nun ja... sie halten von oben einiges ab.
Kurzes Zitadellen-Sightseeing in Hue, schnelles Mittagessen, und mit dem naechsten Bus weiter nach Hoi An. Mittlerweile absolute Weltuntergangsstimmung... im Hotel neben an ist scheinbar eben der Strom ausgefallen, der Blick aus unserem Fenster scheint auf einen Fluss hinaus zu gehen. Bei Ankunft vor ein paar Stunden war da noch eine Strasse.
Nach ausgiebigem Kleider-Waschen und zum-Trocknen-Aufhaengen haben wir uns noch mal auf die Strasse gewagt. Es schuettet wie aus Eimern, seit guten 24 Stunden, kein Ende in Sicht. Auf den Strassen steht zum Teil zwanzig Zentimeter hoch das Wasser, da machen sich die Trekkingsandalen bezahlt.
Wahnsinn, dass die "reissende Stroemung" niemanden vom Fahrrad oder Roller holt... unglaublich!

Else und ich waren dann noch ne Runde shoppen... na ja, so ungefaehr. In Hoi an gibt es unzaehlige Schneider und Schumacher... wir haben da mal was in Auftrag gegeben.
Eher der schwarze Stoff mit dem rosten Muster? Seide oder was guenstigeres?
In diesen Laeden kann man sich echt ewig aufhalten (haben wir auch gemacht...).
Schaun wir mal morgen, was draus geworden ist...
Papayasalat mit Erdnuessen, Reis mit Gemuese und Rind bzw. Nudeln mit Shrimps und Gemuese gab's fuer knappe drei Euro zum Abendessen.
Und wenn's morgen nicht regnet schaffen wir's vielleicht mal zum Strand, der gute drei Kilometer entfernt ist! Bon nuit!

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Ninh Binh

03:58 Einsame Insel.de 0 Comments

ab jetzt schonDen Plan, uns fuer heute Mountainbikes auszuleihen, haben wir in Anbetracht der Hitze heute morgen verworfen. Nach einer enstspannten und gut klimatisierten Nacht (wir haben uns fuer ein Zimmer im "Hotel" statt im "Guest House" entschieden), gibt's noch ein kleines Fruehstueck - bestehend aus Bananenpfannkuchen bzw. Obstsalat fuer Lisa.
Wir mieten uns ein Motorbike, einen einfachen Automatikroller, und machen uns auf ins Getuemmel. Der Verkehr haelt sich dank des Nationalfeiertags zum Glueck in Grenzen, aber so ganz sicher fuehlen kann man sich da nicht...
Ich geb mal an Lisa ab und geh duschen :)


Servus allemiteinand', ihr kennt mich vielleicht teilweise nicht aber ich bin auch mit von der Partie....
also ich bin ja die Weltbeste Rollerfahrerin und hab das Ruder mal in die Hand genommen!! Die Sylvi hat leider versagt!
Eigentlich wollte wir uns irgendwelche sensationellen Caves, zu deutsch Hoehlen, anschauen haben uns aber leider ETWAS im Hinterland verfranst...mein Navi hinter mir hat gesponnen. Mit Haenden und Fuessen konneten wir uns doch dann den Weg zu....na ich weiss auch nicht, irgendetwas Sehenswertes, erfragen. Alle haben uns angeschaut als waeren wir just in diesem Momenat mit einem Ufo auf einem Reisfeld gelandet. Sprich die Eindruecke der Fahrt durch das Hinterland waren sehr urspruenglich.


Joa, da seh ich mal wieder, dass ich viiiiel zu sachlich schreibe, Lisas Eintrag liest sich doch gleich viel lustiger :)
Ganz so schlimm war's mit der Navigation eigentlich nicht, wir hatten nur das Problem, dass die erste Tankstelle, zu der wir geschickt wurden leider "leer" war und die naechste eine Ecke weg war... leider nicht auf der geplanten Route. Super Umweg jedenfalls, haben irgendwo im Nirgendwo eine riesige Tempelanlage ausfindig gemacht, die eigentlich eine riesige Baustelle war... machte den Anschein, als wuerde das alles gerade erst entstehen. Es ist hier manchmal sehr schwer zu unterscheiden, welche Bauten wirklich alt sind...
So, ich hoer jetzt aber auch auf, gleich geht's mit dem tollen Bus weiter (Foto siehe Eintrag von gestern) nach Hue.

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36 Grad und es wird noch heisser...

09:25 Einsame Insel.de 0 Comments

...das Gefuehl hat man hier zumindest jeden Tag. Wie warm es wirklich ist, weiss ich gar nicht, jedenfalls tut die hohe Luftfeuchtigkeit ihr Uebriges.
Montagmorgen. Wir haben kaum geschlafen, die Hitze im Zimmer war unertraeglich. Ventilatoren bringen dann doch nicht soo viel bei ueber dreissig Grad und geschlossenem Fenster. Jedenfalls hatte man uns zugesagt, uns um kurz vor Sieben telefonisch zu wecken, um 7:35 wachten wir dann von selber auf und mussten uns tierisch beeilen, den Bus noch zu bekommen. Gute vier Stunden fuer 175km bis zum Anleger - und das bei dem ueblichen Gehupe und Verkehrschaos. Es gab eine Reihe von Ueberholmanoevern, die mir - gerade nach dem Unfall letzte Woche - einen ziemlichen Schrecken einjagten. Ein heftiger Regenschauer und ein Stop an einer Gruppe von Getraenke-, Snack- und Souvenirlaeden steigerte unsere Vorfreude auf das ach-so-touristische Ziel nicht gerade...

An Bord der "Discovery 02" gibt es Mittagessen und meinen ersten Fisch seit.. 10-15 Jahren. Ein bisschen wie Haehnchen.. aber egal, das geht zu weit...
Die Halong Bucht ist ein sehr weitlaeufiges Gebiet. Ueber 2000 Inseln, die meisten davon bestehen nur aus einem einzigen Karstfelsen. Wir besichtigen eine Tropfsteinhoehle (kitschig regenbogenfarbig beleuchtet). Abends in der Daemmerung duerfen wir eine Runde Kajak fahren - mein persoenliches "Highlight" der Tour. Lisa hat das natuerlich schon richtig drauf und ich komm ihr immer mit meinem Paddel in die Quere ^^

Als es dann wirklich stockdunkel ist und man nur noch die Lichter der Schiffe zwischen den Felsen sehen kann, geht's wieder an Bord... Abendessen, ein bisschen an Deck rumliegen und Musik hoeren und ab ins Bett.
Der Verkehr ist dicht und wir haben wieder einmal Bedenken, unsere naechste Reisemoeglichkeit zu erreichen.

Erst um fuenf erreichen wir Dienstag Nachmittag unser Hotel in Hanoi, in dem noch unsere Ruecksaecke auf uns warten. Schon eine halbe Stunde spaeter soll's weitergehen, wir brauchen noch Wasser und was zu essen... alles etwas chaotisch, aber das kann man in ein paar Worten gar nicht passend wiedergeben.
Letztendlich sind wir jedenfalls um... schaetzungsweise halb elf (haben beide zur Zeit keine Uhr..) in Ninh Binh angekommen. Wir haben ein "Open Bus" Ticket erstanden, mit dem wir bis Saigon kommen und an bestimmten Stops aussteigen und spaeter weiterfahren koennen.
Der wunderbare Schlafbus hat jedenfalls knapp 1,80m lange "Betten", ca. 40cm breit, deren Fussende ganz flach ist, damit es unter den Kopfbereich der Person davor passt und deren Kopfende entsprechend hoeher liegt. So muessen Nicht-Asiaten die Beine anziehen und liegen mit den Schulterblaettern auf einer fiesen Kante, die das eigentliche Kopfstueck abtrennt.
Und das Ganze in drei Spalten mit zwei Gaengen in einem normalen Reisebus.


Wir hatten erwartet, von einem "Minibus" in die Innenstadt gebracht zu werden, so hatte man uns das in Hanoi versprochen. Stattdessen wurden wir "mitten in der Nacht" auf der Landstrasse am Ende vom Nirgendwo "rausgeworfen".
Einigen aufdringlichen Hotelzimmer-Anbietern fluechtend, machten wir uns auf den Weg, gute zwei Kilometer, und sind letztendlich doch noch in einer ganz netten Bleibe untergekommen, deren Besitzer sogar deutsch spricht (im Gegensatz zur Rezeptionistin, die nicht einmal Englisch spricht).

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