Kho Samui und Kho Panghan
Mittwoch morgen also erreichten wir den Pier, von dem uns eine Faehre nach Kho Samui bringen sollte. Nach einer Nacht im Bus kommen mir die Wartezeiten immer ewig vor und die Organisation laesst oft zu wuenschen uebrig. Irgendwie erreicht man sein Ziel zwar immer, aber eben mal mehr und mal weniger genervt und geschafft von der Anreise. Kho Samui stellte sich relativ schnell eher als Enttaeuschung heraus. Die Infrastruktur ist auf der Insel ausgesprochen gut. Und das ist immer eine gute Grundlage fuer einen "Massentourismus", wenn man das in der Nebensaison ueberhaupt so bezeichnen kann. Ein Zimmer, das preislich und von der Lage in Ordnung war, haben wir dann zwar bekommen. Aber so richtig umgehauen hat uns das auch nicht... wir haben schon fast bereut nicht direkt auf der Faehre geblieben zu sein und eine Insel weiter zu fahren.
Genau das machten wir dann aber am Folgetag. Ein Tag Kho Samui mit ueberteuerten Supermaerkten und Restaurants, ohne die Moeglichkeit an Strassenstaenden zu essen, einen ruhigen Strand zu besuchen und sich nicht wie ein Pauschalreisen-Tourist zu fuehlen, hat uns gereicht.
Kho Panghan. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und klares Wasser. Hier sind die schoenen Straende eine Ecke vom Pier entfernt, wir sind eine Weile mit dem Taxi unterwegs. Taxi heisst in Thailand, zumindest auf den Inseln, dass man fuer einen Festpreis (hier teure drei Euro) und zum Teil nur zu festen Zeiten irgendwohin gefahren wird auf einer Art PickUp mit seitlichen Baenken. Leider nicht gerade magenfruendlich, wenn man die kurvigen Strecken noch nicht kennt. Aber man gewoehnt sich ja mit der Zeit an einiges...
Wir kommen, wie schon auf der letzten Insel, in einer einfachen Bambus-/Holzhuette unter. Angeblich bekommen wir sonst nichts guenstigeres, schon gar nicht mit Pool (wir hatten gar keinen verlangt..). Nun ja, immerhin kann man hier wieder motorbikes mieten und ist somit mobil.
Das ist auch absolut notwendig. Das "Resort" ist gute 15 Minuten Fussweg von der eigentlichen Strasse entfernt und auf der wiederum muss man auch noch eine Weile gehen, bis man etwas anderes als "Dschungel" sieht. Also, Motorbike geliehen und los gehts... am "heimischen" Strand ist gerade Ebbe und wir koennen nicht mal schwimmen gehen, ohne uns an den Felsen und Korallen zu verletzen. Die Strassen sind zum Teil wirklich uebel, nur ein kleiner Teil (starke Steigung in Verbindung mit engen Kurven etc.) ist befestigt.
[...Fortsetzung...]Wir hatten den Plan, uns die schoenen (und fuer die Fullmoonpartys bekannten Straende) auf der anderen Seite der Insel anzuschauen. Es gab leider in dem Sinne keine Ringstrasse, die einmal um die Insel fuehrt, sondern eine solche nur mit Unterbrechung, sodass wir relativ weit um die Insel fahren mussten um dann eine Strasse "landeinwaerts" zu nehmen. Das als Strasse zu bezeichnen ist allerdings etwas... unpassend. Kurze Abschnitte, das heisst die besonders steilen Berge, waren betoniert oder asphaltiert, aber der Grossteil bestand aus einer Sandpiste. Die vorhandenen befestigten Stuecke waren haeufig an der Seite weggebrochen, manchmal eine komplette Spur, wo es dann ploetzlich mehrere Meter in die Tiefe ging. Und davor nur ein kleines rotes Hiweisschild das man so ziemlich im letzten Moment erst sehen konnte. Viel schlimmer waren aber die sandigen Strecken. Man musste auch sonst schon mit voller Kraft beide Bremsen betaetigen, um manche Hangkurven nehmen zu koennen... aber einige Haenge waren durchzogen von 20-50 cm tiefen Graeben, durch die sich Regenwasser (und wenn es hier regnet, meist jeden Morgen, dann nicht zu knapp) seine Bahnen gezogen hatte. Wenn mal Gegeverkehr kam, war es auesserst schwierig, auszuweichen und ich musste staendig die Fuesse dazu nehmen, um Gleichgewicht zu halten. Lisa ist an den beiden Tagen gar nicht gefahren, sondern war immer froh wenn wir heil ankamen :) ...ich hab teilweise den ganzen koerper angespannt gehabt vor Konzentration und Angst zu fallen...
Die Straende an der anderen Seite der Insel waren auch ganz nett, aber nicht unbedingt jedes Risiko wert, was man eingehen musste, um sie zu erreichen. Im Ort in der Naehe unserer Unterkunft gab's einen kleinen Markt, wo wir uns mit gegrillten Maiskolben, Fruehlingsrollen und Fruchtsaeften versorgen konnten. Gut und guenstig ;)
Samstagmorgen sind wir dann um kurz nach sechs zur Faehre aufgebrochen und gegen Mittag in Krabi angekommen, der Stadt am Festland, wo die Faehren nach Phi Phi fahren. Angeblich sollten alle Banken aufhaben, das stellte sich dann aber zum grossen Problem heraus. Lisa hatte mir schon Geld geliehen fuer das Busticket hierher, und ich kann's nicht haben, Schulden zu machen oder zu haben...
und ich wollte mir wenigstens was zu essen und zu trinken kaufen.
Krabi an sich stellte sich als ziemliche Enttaeuschung heraus, vieles geschlossen, unbelebt und keine schoene Stadt. Nach einer Dreiviertelstunde Warten (Schild "lunchtime" trotz eigentlicher Oeffnungszeit 8-18h) machte ein kleiner exchange-Schalter auf, der sogar meine Traveller gegen Bares tauschte. Jedenfalls haben wir uns dann erkundigt, wie es weiter nach Phi Phi Island geht und sind dann fur 300 baht (rund sechs euro, aber im Verhaeltnis zu manch anderen Sachen nicht soo guenstig) mit der Faehre uebergesetzt. Wir haben direkt im Zubringertaxi zwei Deutsche kennengelernt... und wo kamen sie her? Aus Aachen!
Ab hier wiederhole ich mich nun, weiter geht's im naechsten Eintrag :)

0 Kommentare: