12.000 Verkehrstote im Jahr...

07:18 Einsame Insel.de 0 Comments

...das musste ich grade mal nachschauen. Hanoi hat wohl einen betraechtlichen Anteil daran. Beim Ueberqueren jeder Strasse (wenn es eine Ampel gibt, natuerlich bei gruen) wundere ich mich, wie das eigentlich ohne Verletzungen funktioniert hat. Eben haben wir von zwei deutschen Travellern erfahren, dass Hanoi auf deren Vietnam-Tour wohl "mit Abstand die schlimmste Stadt" gewesen sei. Und der Verkehr hier am extremsten... da bin ich ja ein wenig beruhigt.
Samstagabend sind Lisa und ich noch ein wenig durch die Strassen der Altstadt geschlendert. Auffaellig ist hier, dass jedes Gewerk und jede Warengruppe eine eigene Strasse hat und das Angebot entsprechend gross ist, wenn man am richtigen Ort sucht. Ob Schuhe, Kleidung, Schmiedewaren, Fruechte, Kraeuter, Bambusleitern oder importierte Suessigkeiten - alles ist irgendwo zu finden. Mit einer Nudel-Gemuesesuppe an einem der unzaeligen Essensstaende sind wir fuer gute 50 Cent satt geworden. Etwas nervig sind die Sitzgelegenheiten: die Kunststoffhocker sind mit ihren circa zwanzig Zentimetern Hoehe nicht gerade rueckenfreundlich.




Sonntag. Erstmal ausschlafen. Gegen Mittag machen wir uns auf zu einem weiteren Hotel aus dem Reisefuehrer, das verspricht, etwas guenstiger als das letzte zu sein bei aehnlicher Qualitaet. Die Rezeptionistin zeigt uns ein Zimmer, das uns wenig zusagt. Ein wenig erschreckend finden wir, dass es ein bewohntes Zimmer ist, dessen Tuer uns geoeffnet wird. Zehn US-Dollar solle es kosten, fuer den gleichen Preis habe ihre "sister" (wohl eher Freundin als Schwester) in der Naehe ein besseres Zimmer. Das sieht gleich viel ansprechender aus, wir checken ein und machen uns auf den Weg ins Getuemmel. Es gibt einige wenige Ziele in der Stadt: den Regierungspalast, ein oder zwei Tempel und Pagoden.


Der Literaturtempel ist noch am interessantesten und dank kurzer Erlaeuterungen im Reisefuehrer ein wenig "zugaenglicher" als die anderen Anlagen. Auf dem Rueckweg planen wir einen "kleinen" Umweg durchs franzoesische Viertel, der sich als etwas abenteuerlich herausstellt. Wir befinden uns recht schnell in einem Viertel, das auf unserer groben Uebersichtskarte nur als graue Flaeche angelegt ist, weil alle Strassen zu klein fuer den

Massstab sind. Was nicht bedeutet, dass hier weniger Verkehr unterwegs ist...
Einige Fruechte (Pumelo, Passionsfrucht etc.) und eine Nudelsuppe stillen den Hunger.
Zurueck im Hotel wird der morgige Tag geplant: eine zweitaegige Tour zur "Halong Bay" - kommt mir vor allem aus deinem der neueren Bond-Filme bekannt vor. Die malerische Bucht von Vietnam... ich hoffe mal, nicht nur auf Postkarten. Mit dem Bus gehts morgen frueh zur Kueste und dann mit dem Boot weiter, auf dem uebernachtet und gegessen wird. Bin sehr gespannt...



Erstaunlich, wie frueh es hier dunkel wird, da hatte ich vorher gar nicht drueber nachgedacht. Gerade ist es halb zehn und es ist schon seit zwei bis drei Stunden stockdunkel.
Da unsere Tour morgen um halb acht los geht, ich von meinen neuen Trekkingsandalen ("made in vietnam... good quality") Blasen an den Fuessen habe und seit kurzem auch eine zehn Zentimeter grosse Ansammlung von Stichen, freu ich mich jetzt echt auf mein Bett..
Yip yip!

 

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Kulturschock

03:09 Einsame Insel.de 0 Comments

Heute morgen ging's eigentlich recht entspannt los... fuenfzig Minuten mit dem ICE von Koeln bis Frankfurt, in Ruhe Einchecken und um kurz nach elf sassen wir im A340 der China Airlines. Dank verspaetetem Abflug erreichten wir unseren Zwischenstop Taipeh erst 15 Stunden - und ueber 10.000km - spaeter. Der Anschlussflug hat wider Erwarten eine Stunde auf uns gewartet. Elf Uhr Ortszeit, Flughafen Hanoi. Der Reisefuehrer verspricht eine Bushaltestelle 150m vom Ausgang entfernt. Nachdem wir mindestens drei Einheimische befragt haben, ist uns klar, dass die Haltestelle in keiner Weise gekennzeichnet ist und wir quasi auf den fahrenden Bus aufspringen muessen. Fuer 5000 dong, rund 20 cent, legen wir die knapp 30km bis in die Innenstadt zurueck.Vorbei an vielen Verkaufsstaenden und kleineren Maerkten gehts in die City, immer begleitet von einem Hupkonzert unzaehliger Rollerfahrer. Maximalbesetzung auf einem einfachen Motorroller, wie sie auch in Deutschland rumfahren, ist ein Paar mit zwei Kleinkindern. Nach einigen Kommunikationsversuchen verlassen wir den ausnahmsweise mal anhaltenden Bus und wechseln die Linie. Noch mal zehn Cent fuer die Weiterfahrt. Diesmal lernen wir ein franzoesisches Paar kennen, das schon einen Monat Vietnam hinter sich hat und mit wertvollen Tipps weiterhilft.

(schlafende Frau zwischen Melonen heute Mittag auf dem Markt)
Heute morgen ging's eigentlich recht entspannt los... fuenfzig Minuten mit dem ICE von Koeln bis Frankfurt, in Ruhe Einchecken und um kurz nach elf sassen wir im A340 der China Airlines. Dank verspaetetem Abflug erreichten wir unseren Zwischenstop Taipeh erst 15 Stunden - und ueber 10.000km - spaeter. Der Anschlussflug hat wider Erwarten eine Stunde auf uns gewartet. Elf Uhr Ortszeit, Flughafen Hanoi. Der Reisefuehrer verspricht eine Bushaltestelle 150m vom Ausgang entfernt. Nachdem wir mindestens drei Einheimische befragt haben, ist uns klar, dass die Haltestelle in keiner Weise gekennzeichnet ist und wir quasi auf den fahrenden Bus aufspringen muessen. Fuer 5000 dong, rund 20 cent, legen wir die knapp 30km bis in die Innenstadt zurueck.Vorbei an vielen Verkaufsstaenden und kleineren Maerkten gehts in die City, immer begleitet von einem Hupkonzert unzaehliger Rollerfahrer. Maximalbesetzung auf einem einfachen Motorroller, wie sie auch in Deutschland rumfahren, ist ein Paar mit zwei Kleinkindern. Nach einigen Kommunikationsversuchen verlassen wir den ausnahmsweise mal anhaltenden Bus und wechseln die Linie. Noch mal zehn Cent fuer die Weiterfahrt. Diesmal lernen wir ein franzoesisches Paar kennen, das schon einen monat Vietnam hinter sich hat und mit wertvollen Tipps weiterhilft..


Nach dem verzweifelten Versuch, eine offene Bank zu finden, schauen wir uns ein bisschen in der "Altstadt" um, eher ein heruntergekommener Teil der Stadt als ein historisches Zentrum.Die Rollerfahrer werden immer mehr, langsam wird der Laerm und die Gefahr eines ueberrollten Fusses immer hoeher... hoffen wir mal, dass sich das gegen Abend wieder ein wenig beruhigt, immerhin ist Samstag!

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Planung...

07:14 Einsame Insel.de 1 Comments


...unser grober Plan: Freitag bzw. Samstag geht's in Hanoi los, kurzer Abstecher nach Halong Bay und dann gen Süden, Ho-Chi-Minh (Saigon), durch Kambodscha, den Süden Thailands bis Malaysia und zurück ab Singapur über Abu Dhabi. Schaun wir mal, was das gibt... Aktuell 36°C in Hanoi, das kann ja spaßig werden...

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Noch elf Tage...

02:06 Einsame Insel.de 1 Comments


...dann geht's endlich auf "große Reise". Lisa und ich müssen noch ein paar letzte Besorgungen machen, den ersten Teil der Route vielleicht ein wenig detaillierter planen, als es bisher passiert und irgendwie muss man sich ja auch geistig drauf einstellen, fünf Wochen in uns bisher unbekannten Ländern zu leben...

Abflug ist nächste Woche Freitag um 11:20h in Frankfurt. Flug über Taiwan bis Hanoi im Norden Vietnams. Ich bin "gespannt wie ein Flitzebogen" - wie Marlen es ausdrücken würde :)

Ich musste grad undbedingt mal ausprobieren, wie das hier mit Fotos klappt, deswegen links der grinsende Taggecko aus dem Tropenhaus im Züricher Zoo (Anfang Juli fotografiert). Bin sehr gespannt auf die Flora und Fauna in Asien - und hoffe auf tolle Fotos.

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