Weihnachten in der ewigen Stadt
"...wie, schon wieder Urlaub?"
Ja, diese Frage höre ich relativ häufig. Der eine meint das Gesamtpensum an Urlaubstagen, der andere möglicherweise finanzielle Aspekte. Manchmal folgt noch ein "Ich wünschte, ich könnte auch..."
Um meine Ansicht zu diesem Thema mal in einer Aussage zusammenzufassen: Alles eine Frage der Prioritäten!
Klar habe ich verhältnismäßig viel Urlaub ('Abfeiern' von Überstunden), aber ich reise auch relativ günstig (vierzehn Tage Süditalien inklusive Flüge von Deutschland, >1000km Bahnfahren in Italien, Unterkünfte, Verpflegung, Eintritte für 600-700 Euro).
Ich habe ziemlich genau vor einem Jahr mein fünfjähriges Studium beendet (das glücklicherweise auch Raum zum Reisen bot) und seitdem im Verhältnis vielleicht etwas eingeschränktere zeitliche aber erweiterte finanzielle Möglichkeiten. Und ich sehe keinen Grund diese Möglichkeiten nicht zu nutzen, solange ich diese Unabhängigkeit habe. Mein derzezitiger Job fordert mich vielleicht auch nicht in dem Maße, wie es möglicherweise der nächste tut.
Ich habe ziemlich genau vor einem Jahr mein fünfjähriges Studium beendet (das glücklicherweise auch Raum zum Reisen bot) und seitdem im Verhältnis vielleicht etwas eingeschränktere zeitliche aber erweiterte finanzielle Möglichkeiten. Und ich sehe keinen Grund diese Möglichkeiten nicht zu nutzen, solange ich diese Unabhängigkeit habe. Mein derzezitiger Job fordert mich vielleicht auch nicht in dem Maße, wie es möglicherweise der nächste tut.
Momentan steht neben dem Segelfliegen das Reisen sehr weit oben auf meiner Prioritätenliste. Und da im Dezember und Januar die Bedingungen für's Fliegen ein wenig ungünstig sind, genieße ich im Winter doch lieber flugzeugfreien Urlaub.
[23. Dezember 2012]
Heute schreibe ich mal wieder "direkt vom Ort des Geschehens". Es gibt diese Staedte, in denen ein Tag voller neuer Eindruecke relativ frueh zu Ende geht, weil man einfach keine Energie mehr hat. Rom gehoert offenbar auf die Listen dieser Staedte... So bietet sich die Gelegenheit am fruehen Abend noch ein bisschen Blog zu schreiben bevor Debbie und ich das Hostel wieder verlassen um unsere Maegen zu fuellen. Debbie kenne ich seit 2011 - wir haben uns damals in Brunei (auf Borneo) kennengelernt und sind spontan eine knappe Woche zusammen durch Sarawak (Ostmalaysia) gereist. Sie ist gebuertige Amerikanerin und lebt und arbeitet derzeit in Prag. Und irgendwie haben wir uns dieses Jahr beide gedacht, dass wir Weihnachten gerne mal ohne Frost und Schnee verbringen moechten. Okay... in Deutschland waere das offenbar kein Problem bei den derzeitigen Temperaturen, aber wenn schon nicht wirklich was im Buero und auf der Baustelle passiert ist das wohl ein guter Zeitpunkt um ein paar Tage Urlaub zu nehmen. Beim morgendlichen Landeanflug auf Rom habe ich zwar mehr an Segelfliegen als an Sightseeing gedacht (Lenticularis am Himmel), aber im Laufe des Samstages konnte ich mich an den Gedanken an einen 'ganz normalen Urlaub' gewoehnen.
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| Anflug auf Rom Ciampino |
Ich glaube ich hab das schonmal irgendwo erwaehnt, fuer Rom gilt das auf jeden Fall genauso: Ich bin niemand, der sich superlange mit Reiseplanung im Detail beschaeftigt. Ein Touristen-Stadtplan mit ein paar Hinweisen einer guten Freundin, die selber erst gerade in Rom war, ist eine gute Ausgangslage: "Hier gibt's eine tolle Aussicht, da das beste Eis und gutes Essen findet man in diesem Viertel!" - Was will man mehr? Dass die architektonischen und historischen Highlights auf dem Programm stehen ist in der ewigen Stadt sowieso selbstverstaendlich.
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| Forum Romanum in der Nachmittagssonne an Heiligabend |
Ja und nun tippe ich hier auf dem an der Rezeption geliehenen Ipad rum (dass ich so ein Ding jemals benutzen wuerde...) und habe das Gefuehl, ich habe nicht wirklich viel zu berichten. Eigentlich ging es mir ja auch nur darum, meine Fuesse ein bisschen ausruhen zu lassen bevor wir gleich einen geeigneten Ort suchen um unser Heiligabend-Dinner einzunehmen. Rom ist irgendwie genau so wie ich es erwartet habe... Man kennt ja doch die meisten Ansichten, wenn auch nur aus den Zeichnungen im Lateinbuch der siebten Klasse oder irgendeinem Film. Die besondere Atmosphaere, ungewoehnliches Flair oder einen Grund diese Stadt in die Liste meiner Lieblingsstaedte aufzunehmen sehe ich nicht so recht. Vielleicht liegt das auch mit daran, dass es nicht ganz so warm wie im Sommer ist – aber immerhin scheint die Sonne.
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| Petersplatz am ersten Weihnachtstag |
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| Schweizer Garde |







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