Erste Vorlesungen, Weihnachten auf Lankawi und so einiges mehr...

21:10 Einsame Insel.de 2 Comments

"Wasserrutsche" auf Lankawi
Heute melde ich mich mal ganz entspannt von zuhause. Zwar habe ich hier nach wie vor kein Internet, aber das Veröffentlichen kann ich ja auch später machen. Das hat immerhin den Vorteil, dass Word im Gegensatz zu ‚blogspot‘ meine Tippfehler bemerkt :)


Blog & Kontakt
Was das „Bloggen“ und dessen Informationsgehalt bzw. den  - ich nenne es mal -  Kommunikationswert betrifft: ich möchte mit diesen Texten und Fotos hier keineswegs irgendwelche direkten, persönlicheren Kontakte (sei es per Mail, Brief oder Telefon) ersetzen. Ich nutze diese Möglichkeit einfach nur um Erlebnisse und Ereignisse wiederzugeben, um den zeitlichen Aufwand zu minimieren. Soll heißen ich bin einfach zu faul, zwanzig mal denselben Inhalt in einzelnen Mails wiederzugeben – die Zeit nutze ich dann lieber für den „persönlichen“ Teil – man kann ja jederzeit auf das „gebloggte“ Bezug nehmen. Also ich freu mich über Mails etc. :) Der Vollständigkeit halber hier meine Kontaktdaten in Malaysia: 


mein Zimmer mit Blick aufs Meer
1F-16-03 Sunnyville
Jalan Batu Uban
11700 Gelugor
Penang, Malaysia


Meine Handynummer lautet +60 12 5384458 – sms kosten übrigens das gleiche wie innerhalb Deutschlands. Und ich kann günstig nach Europa telefonieren, das ist schon angenehm. Allerdings vergisst man schnell, dass ein Aufladen des Prepaidguthabens von 10 Ringgit auch nur etwa 2,50€ entspricht – weit kommt man damit nicht.


Lebenshaltungskosten
Wohnzimmer unseres Appartements
Das ist überhaupt eine der häufigsten Fragen… was kostet eigentlich xyz in Malaysia? Um das zu beantworten – Penang ist günstiger als Kuala Lumpur, aber teurer als ländliche Gegenden – ein paar Beispiele: Eine warme Mahlzeit in einem „foodcourt“ oder einem einfachen Restaurant/Café kostet etwa einen Euro. Bei Fisch, Seafood oder großen Portionen kommt man vielleicht mal auf das Doppelte oder mehr, aber man wird i.d.R. sehr günstig satt. Getränke dazu meist unter 2RM, das entspricht 50cent. Kauft man allerdings „westliche“ Lebensmittel im Supermarkt, z.B. Käse, ist man schnell zwei Euro oder mehr los. Lokales Obst und Gemüse, auch Fleisch sind deutlich günstiger als in Deutschland, Schweinefleisch wird in einem abgetrennten Teil der Supermärke verkauft (genau wie Alkohol) und ist ausgesprochen günstig. Eine Busfahrt kostet zwischen 20 und 40 Cent, das Monatsticket für Studenten gibt’s für rund sieben Euro. Mit fast 150 Euro ist die Miete verhältnismäßig hoch; ich weiß aber auch, dass Einheimische deutlich weniger zahlen – immerhin haben wir hier nur einen 5-Monatsvertrag. Jedenfalls ist das alles ein bisschen gewöhnungsbedürftig und gar nicht so einfach in der Landeswährung zu denken. Man denkt schon häufig in Euro – ich war beispielsweise einmal im Starbucks, der meiner Meinung nach in Deutschland vollkommen überteuert ist, und hielt eins dieser spektakulären Kaffeegetränke mit unter drei Euro für günstig. Natürlich ist das hier eine Riesenausgabe – für das Geld hätte ich drei warme Mahlzeiten bekommen. Ein Kommilitone sagte mir heute, dass ein McDonalds-Mitarbeiter 3-4RM die Stunde verdienen würde, sprich weniger als einen Euro. Das darf ich eigentlich nicht laut sagen (nicht, dass ich hinterher etwas zurückzahlen muss), aber: auf welchen Zahlen basieren die Stipendientarife des DAAD? Die würden einen täglichen Starbucksbesuch erlauben… (was mit Sicherheit nicht Sinn der Sache ist. So, genug über’s Geld – ihr seht jedenfalls, wer mich besuchen kommt, kann hier günstig leben :)

Vorlesungen

hier soll ein "fishingmuseum" entstehen
Die erste Woche ist nun fast um. Montagmorgen sollte stundenplangemäß um neun Uhr meine erste Vorlesung beginnen. „Architecture Studio 6“ ist mein größtes Fach, ein Entwurfsprojekt, wie ich es auch in Aachen bearbeiten müsste. Um neun erfuhr ich dann, dass es erst um elf losginge. Rund dreißig Studenten und vier Professoren fanden sich nach und nach in dem großen Arbeitsraum unterm Dach der „School of Housing, Building and Planning“ ein. Eine halbe Stunde Kritik an den Arbeiten des vergangenen Semesters, die Frage, wer mit einem „A“ (=sehr gut) abgeschlossen habe und der Aufruf, sich zu verbessern, man sei ja schließlich im vierten Studienjahr…  interessanter Anfang! Prinzipiell wurde durchgehend Englisch gesprochen – gut verständliches Englisch – aber immer wieder hörte man kurze, unverständliche Nebensätze oder Kommentare, auf die Gelächter folgte – irgendwelche malayischen Scherze :) Bei mir machte sich ein bisschen Panik breit: das erste Projekt (in Aachen würde würde man es Stegreifentwurf nennen) läuft nur über zwei Wochen und muss von Hand angefertigt werden – riesen Stärke von mir – nicht! Ein fishingmuseum soll es werden, in der Nähe eines Fähranlegers gelegen. Glücklicherweise habe ich direkt Kontaktdaten von mehreren Personen bekommen, die sich als außerordentlich hilfsbereit erwiesen haben. Dienstagmorgen „site analysis“ (die gute alte Bestandsaufnahme) vor meiner ersten Vorlesung – leider ist mein Stundenplan etwas voller als der der einheimischen Architekturstudenten. „Tourism Planning and Development“ stand auf meinem Stundenplan – leider wartete ich vergeblich auf den Prof, nach einer halben Stunde verließen die meisten Studenten den Raum.
Mittwoch dann eine ähnliche Erfahrung: nach zwei spaßigen Stunden „Spoken English“ (sieben Leute im Kurs, sehr angenehmes Klima, Sprachniveau leider nicht sooo hoch, jedoch anspruchsvolle Aufgaben) sollte „Construction Management and Finance“ stattfinden. Eine halbe Stunde dauerte es, bis der Hörsaal von einem Sicherheitsbeamten aufgeschlossen wurde – der Prof war offensichtlich pünktlich, aber ohne Schlüssel, gewesen. Wie in den meisten anderen Kursen war ich einzige Austauschstudentin und fiel – natürlich – als nicht-Asiatin auf. „Where are you from, introduce yourself!“ leitete die Vorlesung ein, ich sagte ein paar Sätze und dann kam die zweite Frage des Professors, diesmal an alle gerichtet: „What is project management?“. Niemand meldete sich zu Wort, auch auf direkte Nachfrage an einzelne Studenten kam nur schüchternes Gekicher. Ein zweites Mal wurde die Frage an alle gestellt – keine Antwort. „Okay, if you do not want to talk to me, than I do not talk to you! See you next week!” – Und dann verließ der Professor mit seinem Assistenten den Raum. Unsicheres Gekicher und allgemeine Freude über den freien Nachmittag. So hatte ich mir das eigentlich nicht vorgestellt. Mal sehen, was mich nächste Woche erwartet. Heute Morgen gab’s „Social Aspects in Planning“ – netter, lustiger Prof (und da gehört schon einiges zu, dass ich jemanden lustig finde) und wider meiner Erwartungen ein ausgesprochen interessantes Fach. Erstaunlich, dass vergleichbare Inhalte in Aachen nie auf dem Stundenplan standen (zumindest nicht im Bachelor und Master, wer weiß, wie das im Diplom aussah…).

Jazz und Kletterspaß
Brücke auf der Insel Lankawi im Norden Malaysias
Ich bin mir nicht so sicher, ob es jemand bis zu diesem Abschnitt schafft, immerhin bin ich in meinem Worddokument jetzt schon am Ende von Seite zwei. Deswegen gibt’s heute Zwischenüberschriften :)
Gestern Abend gab’s an der USM eine aufwändige Veranstaltung – das jährlich stattfindende Jazzkonzert der Uni-Bigband. Ich bin mir mit der Definition einer Bigband nicht mehr ganz so sicher, jedenfalls waren es einige Musiker mehr, als ich das in Erinnerung habe – alleine neun Saxophone und unzählige Streicher (okay, unzählig ist übertrieben, aber ich hab sie nicht gezählt…). Ich bin heut einfach zu ausführlich, aber irgendwie gerade in der Stimmung zu schreiben – habe seit gestern einen Schreibtisch in meinem Zimmer (der Tesco-Supermarkt hat einfach alles) und sitze jetzt bei Musik am offenen Fenster mit Blick aufs Meer – macht einfach Spaß! Das Konzert war jedenfalls eindrucksvoll. Anders als bei uns: zunächst wurden diverse Professoren oder „VIP“-Gäste beim Namen genannt, die sich im Publikum befanden. Gleichzeitig war die Veranstaltung mit einer Spendenaktion verbunden, sodass eine symbolische Scheckübergabe und das Schütteln diverser Hände eine gefühlte Ewigkeit dauerten. Tolle Musik, Tanz- und Gesangseinlagen (englisch und chinesisch) und traditionelle Musik bildeten ein rundes Programm – den Schluss hätte man sich meiner Meinung nach sparen können: Wie schon in der Orientierungswoche wurden alle aufgerufen, mitzutanzen… den Ententanz… ich wusste nicht, dass dieses alberne Rumgehüpfe (jaja, ich weiß, ich bin langweilig und nehme sowas zu ernst…) international bekannt und in Malaysia so beliebt ist. Jeder (fast jeder.. :) – inklusive Professoren, Dekanen etc. – bewegte seine Arme und seinen Hintern – wirklich ein sehr kurioser Anblick. Und dazu dann noch ab und zu ein Hühnergackern durch das Mikro des Dirigenten… Albern, wie gesagt. Aber die Leute hatten ihren Spaß. Warum auch immer wurden wir (zu viert) zum anschließenden VIP-Essen eingeladen. Hier weiß man nie, warum man so (gast)freundlich behandelt wird – irgendwie kennt man diese Art aus Westeuropa gar nicht.
Weihnachtsessen auf Lankawi: Thai Green Curry
Schöne Aktion noch an diesem Abend: da ich noch eine Weile auf dem Campus blieb, um das w-lan zu nutzen, fand ich (nach Mitternacht) ein verschlossenes Tor vor. Das einzige noch offene Tor liegt am anderen Ende des Campus und hätte mir vermutlich einen einstündigen Fußweg abverlangt. Zum Glück hat die Fußgängertür als einziger Abschnitt in der Campuseinzäunung keine Stacheln oder Stacheldraht, sodass ich mit einigen Umständen darüber klettern konnte. Versteht man hier auch nicht so richtig, warum das Gelände eingezäunt ist, trotzdem aber jeder auf das Gelände kommt, ohne seinen Ausweis vorzuzeigen.

Feiertag für Fußballsieg
Man glaubt es nicht: der 31. Dezember wurde Mittwochabend zum nationalen Feiertag erklärt. Eigentlich hätten wir morgen unsere ‚site analysis‘ präsentieren müssen, das wurde durch eine „höhere Gewalt“ verhindert. Der Premierminister hat beschlossen, dass der Sieg der Fußballnationalmannschaft von Malaysia gegen Indonesien so wichtig ist, dass er morgen gefeiert werden muss – also keine Uni. Heute habe ich in der Vorlesung (social aspects…) erfahren, dass Malaysia seit 14 oder 15 Jahren gar kein Spiel gewonnen hat und somit der gestrige Sieg eine Art historisches Ereignis darstellt. Nun denn… Ich hab da nichts gegen! Auch interessant: angeblich ist Malaysia das Land mit den meisten Feiertagen, da es auf die religiösen Feste aller ethnischen Gruppen eingeht – und das sind hier bekanntlich einige. Hari Raya, chinesisches Neujahr… in Summe sind es wohl 16 Tage – ich weiß nicht, wie viele wir in Deutschland haben.
Heiligabend am Strand auf Lankawi
Morgen also Silvesterfeier in Georgetown – nach Kuala Lumpur werde ich wohl nicht fahren, hab zu viel zu tun für nächste Woche. Das Weihnachtswochenende habe ich immerhin auf Lankawi verbracht, einer Insel nördlich von Penang, unmittelbar vor der thailändischen Grenze. Heiligabend war ich also das erst Mal so richtig am Strand, sonnen, schwimmen… und trotzdem gab’s Weihnachtsstimmung: nach dem Essen mit Aachener Printen (endlich bin ich sie los…), ganz vielen Finnen und Kanadiern und ein paar Kerzen am Strand. Mal was anderes…
Auch Silvester wird wohl ein bisschen anders aussehen – schließlich gibt’s keinen Schnee, in den man die Feuerwerkskörper stecken kann.
In diesem Sinne:


Guten Rutsch und frohes Neues! =)

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Frohe Weihnachten

03:41 Einsame Insel.de 0 Comments

Eingelebt.


So was in der Art zumindest...
Und das obwohl man jeden Tag wieder was neues entdeckt, wie beispielsweise diese putzigen Tierchen, die auf dem Campus um den See herumschleichen und darin schwimmen. So ein Varan ist etwa einen Meter lang... aber die sehen ganz lieb aus :)

Ich würde sagen, das Wichtigste habe ich mittlerweile rausbekommen: wie ich am besten die Hauptstraße überquere, wo ich satt werde und wie ich mit dem Bus zu jeglichen "points of interest" komme. Seit einer guten Woche habe ich nun eine "richtige" Wohnung, und zwar in Sunnyville, etwa zwanzig Gehminuten vom Campus entfernt (und davon fallen min. 5 Minuten auf das Ueberqueren der Strasse).
Mit meinen Mitbewohnerinnen Amke (deutsch) und Jackie (koreanisch) teile ich mir schaetzungsweise neunzug Quadratmeter im 16. Stock. Mein Zimmer hat Meerblick (gut, davor kommt noch der Highway, aber da kann ich drueber hinweg sehen), ist mit Schrank, grossem Bett, Kommode und eigenem Bad ausgestattet (haben zwei Baeder, also muss ich kaum teilen :) - also ich habe wirklich alles, was ich brauche
mit Ausnahme eines Schreibtisches. Aber selbst den bekommt man hier im Supermarkt...
verschiedene traditionelle Kostueme
Vor Vollstaendiger Benutzbarkeit der Wohnung stand erstmal eine grosse Putzaktion an - und auch wenn mein Ex-Mitbewohner (und nebenbei Bruder) mich fuer pingelig haelt, ich glaube hier muss man nicht kleinlich sein um den Ursprungszustand der Wohnung fuer unzumutbar zu halten. Also haben Amke und ich erstmal fleissig geputzt und zusammen mit Jacki vor ein paar Tagen eine grosse Einkaufsaktion gestartet: ein Geschirrset, Besteck, Topf, Pfannen, Handtuecher, Seife, Schrubber, Putzmittel, Waeschestaender, Grundnahrungsmittel... usw. - und das alles fuer knappe fuenfzig Euro. Also im Grunde hat man hier nie ein Problem, wenn einem irgendetwas fehlt, da man zum einen alles im "Tesco extra" bekommt und zum anderen nicht viel bezahlt.
Also mittlerweile ist alles wohnlich und fertig eingerichtet, ich habe auf unserem Gasherd sogar schon die ersten Bananenpfannkuchen gebacken.
Weihwasser im Tempel
Diese Woche Montag (20. Dezember) ging unsere Orientierungswoche in der Uni los. Nach etwa fuenf Tagen im Bett (Sonnenstich, Erkaeltung und so... hat man einmal was, wird man's schwer wieder los, wenn man empfindlich auf Klimaanlagen reagiert und dann immer wieder friert und noch nicht ganz gesund ist...) war ich echt froh, mal wieder unter Menschen zu kommen.

Die uebliche Einfuehrungsveranstaltung mit einheimischen Taenzen und verschiedenen "Mitmachaktionen" war fuer meinen Geschmack etwas langwierig. Eine ganze Menge malayischer Studenten hat einiges vorbereitet, um uns (insgesamt rund 80) Austauschstudenten zu bespassen, man muss aber leider sagen, dass die wirklich wesentlichen Infos immer ein bisschen zu kurz gekommen sind.
Strand Batu Ferrenghi, Penang
Dienstag wurde innerhalb von 12 Stundne die ganze Insel erkundet: verschiedene Tempel, Mittagessen, Batikmanufaktur, Nachtmarkt, Strand - klar, dass jede dieser "Attraktionen" im einzelnen etwas zu kurz kam. In einem Tempel wurde ich von einem Moench 'gesegnet', indem er mit einem Blaetterzweig eine Art Weihwasser ueber mein Haupt gepritzt und dabei irgendetwas gemurmelt hat. Ein duennes orangenes Armband wurde mir umgebunden, das ich jetzt einen Monat tragen 'muss', damit mir nichts zustoesst. Hoffen wir mal, dass dem so ist.

meine Mitbewohnerin aus Korea: Jackie
Donnerstag haben Jackie und ich mit unserer Gruppe das "ExploreRace" gewonnen - und das trotz unseres nicht vorhandenen "Kampfschreis" (ein unkoordiniertes 'yeahhh' ...lassen wir das ;). Auf dem Foto ist meine Mitbewohnerin mit dem tollen von den Buddies selbstgebastelten Geschenk zu sehen :-)

So, nun ist halb acht durch am "heiligen Abend" und nach einem Tag am Strand auf der Insel Lankawi geht's jetzt zum gemeinsamen Weihnachtsessen mit Finnen & Co. Mal schauen was es gibt, das ist glaube ich mein erstes Weihnachten in der Sonne - find ich aber gar nicht so schlecht :)
...auch wenn ich euch wirklich um den hohen Schnee beineide, also fuer einen kleinen Schlitten- oder Skiausflug wuerde ich ja schon gerne vorbeikommen, waere es nicht so weit.

Ich wuensche euch allen ein frohes Fest!
Gruesse vom Strand :)
sylvi

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Georgetown, E-Park und neue Bekanntschaften

06:45 Einsame Insel.de 4 Comments

in einem chinesischen Tempel in Georgetown

Freitag war es endlich so weit – ich durfte in den E-Park ins „appartement“ zu Elske und Myrna aus den Niederlanden ziehen. Im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt, dass die Bedeutung der Wörter „house“ (= Wohnung), „hostel“ (= Studentenwohnheim), „appartement“  (auch Wohnung, aber hier irgendwie immer nur im Zusammenhang mit einer Wohngemeinschaft) ein wenig von der mir geläufigen abweicht.  Ich wohne jetzt also für eine gute Woche in einem 10m²-Zimmer und habe alles Notwendige zur Verfügung – vom Toaster bis zur Waschmaschine. Die beiden Mädels haben die Wohnung  offenbar schon vor einiger Zeit organisiert, irgendwie scheint da an anderen Unis die Kommunikation zu den Zuständigen hier etwas besser zu verlaufen. …da ich aber nicht die einzige bin, die mit dem Hostel unzufrieden ist oder die fehlinformiert wurde, steht meine 3er-WG auch schon, wir ziehen dann voraussichtlich in den Nachbargebäudekomplex um – da scheint aber auch alles Nötige vorhanden zu sein und der Hauseigene Pool ist von noch mehr Palmen umgeben als der vom E-Park.
Affe auf einem Dach in Georgetown

Zusammengefasst: Ich glaube, hier kann man es ein paar Monate ganz gut aushalten.
Riesenvorteil hier ist, dass sich in den umliegenden Gebäuden ein Großteil der Austauschstudenten aufhält. So hat sich der Kreis hier gestern um zwei Finnen und drei Finninnen erweitert (ich musste das grad einfach mal ausschreiben :) und um zwei Deutsche, die ebenfalls hier wohnen und in der USM ein Praktikum machen. Zusammen mit einem der USM-Buddies und meinen Mitbewohnerinnen waren wir auf einem Nachtmarkt essen, der hier jeden Samstagabend stattfindet und eine große Vielfalt an Essen und Einkaufsmöglichkeiten bietet. Neben Satayspießen (die übrigens hier ihren Ursprung haben) gibt es verschiedenste Varianten von Fleisch (meist Hähnchen, malayisch Ayam), Fisch und anderem‚ Meeresgetier am Stück, in Bällchen, auf Spießen mit verschiedenen Panaden und Soßen. Ein Stand bietet eine Art Fondue an – Fleisch, Fisch und Gemüse sind auf Holzspießen käuflich zu erwerben, werden in Kochender Brühe gegart und dann in verschiedene Soßen getunkt. Früchte aller Art (sowohl frisch als auch sauer eingelegt), Maiskolben, Kuchen und mir unbekannte Gebäcksorten machen das Angebot komplett. Nicht satt werden geht eigentlich gar nicht.
neuer Anstrich für das Weltkulturerbe Georgetown
Mittlerweile ist Sonntagabend, das Wochenende haben wir mit viel rumlaufen in Georgetown und der Queensbaymall verbracht (für meinen Geschmack genug für die nächsten vier Wochen). Das hat immerhin geholfen um einen Überblick über die Buslinien und die Hauptanlaufpunkte der Insel zu bekommen. Strände und Nationalpark im Norden der Insel habe ich leider noch nicht gesehen, es war einfach zu bewölkt die letzten Tage. Generell ist es sehr angenehm, wenn nicht ununterbrochen die Sonne scheint, ansonsten werden die rund 30°C sehr schnell sehr unangenehm. Und ja, hier wird es genauso früh dunkel wie in Deutschland, also so richtiges „Hochsommerfeeling“ ist das hier auch nicht...

malayische Spezialitäten
Blöderweise funktioniert zwar unser Router hier super, aber die Verbindung zum Internet kann er trotzdem nicht herstellen. Eigentlich weiß auch keiner so recht, wann das letzte Mal für den Anschluss gezahlt wurde, der bis gestern so wunderbar funktioniert hat. Es macht tatsächlich den Eindruck, als habe man uns einfach den „Saft“ abgedreht. Ohne Moos nix los… und ich vergesse immer wieder nachzuschauen, was „Redewendung“ auf Englisch heißt… so ein paar Wörter entfallen einem einfach immer wieder und andere hat man nie gebraucht (kein Wunder wenn sich das Fremdsprachen-Training in den letzten Jahren hauptsächlich auf Kurzgespräche auf Reisen beschränkt hat). Aber ich bin ganz optimistisch, die Finnen sprechen sehr gut Englisch (und dazu auch noch Finnisch!), die Holländerinnen auch, also im  Grunde muss man sich nur ausreichend unterhalten (und immer brav die fehlenden Wörter nachschauen).
Weihnachtsstimmung bei 30°? naja..
Ach ja, zum Thema Weihnachten… ich dachte eigentlich, ich könne dem ganzen Trubel dieses Jahr entgehen… aber man kann sich ja immer gewaltig irren. Dank an die freundliche Unterstützung der deutschen Bräuche in Malaysia an Marlen und Papa bzw. Nina für reisefreundlichen Adventskalender und ebensolchen Adventskranz (auf dem überhaupt nicht gestellten Foto für das ich überhaupt nicht lange gebraucht habe weil ich nicht eine halbe Stunde nach einem Feuerzeug suchen musste kann man vielleicht nicht erkennen, dass der Adventskranz einen Durchmesser von etwa 3cm hat). Was mir aber gar nicht gefällt: scheinbar mögen die Chinesen (die ja bekanntlich nicht muslimisch, aber hier zu einem größeren Anteil als ich gedacht hätte christlich sind) Weihnachten gerne! Das heißt überall werden Weihnachtsgeschenke verkauft, es gibt „tolle Angebote“ und vor allem: überall läuft Weihnachtsmusik. Der erste Kommentar von den Finninnen (ich mag dieses Wort irgendwie) zu meinem Namen: „Oh, like in the Christmas-Song?“ …das war mir noch nicht bekannt.
So, genug für heute, ich suche mir jetzt eine WIFI-Zone und dann geht’s noch Abendessen den Finninnen und anderen lustigen Leuten. Und schönen dritten Advent, bei euch ist’s ja noch früh am Sonntag :-)

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Kurioses von Campus und Küche

05:41 Einsame Insel.de 5 Comments

die Moschee auf dem "Hauptcampus" Minden
...3. Regel in Malaysia: Wenn du ein Treffen vereinbart hast, gehe nicht davon aus, dass dein gewünschter Gesprächspartner auch davon erfährt.
...4. Regel: es wird fünf Mal am Tag gebetet, die Lautstärke der Gesänge, die von den Minaretten hinabschallen, sollte nicht unterschätzt werden.


Jeden Tag eine Überraschung, auch wenn man eigentlich gar nichts spektakuläres macht oder plant. Ach, da fällt mir Regel 5 ein: dreimal am Tag duschen ist vollkommen normal. Weder wird es sich in unerwartetem Maße auf die Wasserrechnung auswirken, noch wird sich ein Einheimischer über deine Duschgewohnheiten wundern.

eine Brücke verbindet Penang mit dem Festland
Die letzten Tage haben sich als relativ ruhig herausgestellt, was mir absolut entgegenkam. Ich würde behaupten, meinen Jetlag bin ich immer noch nicht ganz los. Die Hälfte der sieben Stunden Zeitverschiebung habe ich vielleicht raus, aber ich gehe nach wie vor spät ins Bett und stehe spät auf. In Deutschland kommt mir Ausschlafen immer in dem Moment komisch vor, in dem ich mich nicht mehr entscheiden kann, ob ich frühstücken oder mittagessen soll, wenn ich die Küche betrete. Hier stellt sich diese Frage allerdings gar nicht, da sich die durchschnittlichen drei Mahlzeiten am Tag nicht wesentlich voneinander unterscheiden.
Es gibt wahrlich eine riesige Auswahl an Speisen und Getränken - erstere sehr scharf, letztere meist zu süß.
Ob man nun zum Frühstück Ayam Curry und Papadom (Hähnchencurry mit knusprigen, würzigen Scheiben, die aussehen wie dunkle dünne Krabbenchips und noch schlimmer schmecken) isst oder Abends eine Art Bananenpfannkuchen - das interessiert im Grunde niemanden. Nur 'seafood' gab es bisher nur zum Abendessen. Mit Hosniyah (Sakina ist noch bis morgen in Bangkok, aber ihre Schwester unterstützt mich super), ihrer Mutter und einem Grüppchen "Aunties" ging es Freitag zum Fischessen ans Wasser. Die Nähe zum Meer hat den Vorteil einer sanften Brise, die bei konstanten 30°C wirklich gut tut. Der Fisch an sich war essbar (aus meiner fisch-feindlichen Sicht müsste ich vielleicht sogar sagen 'lecker') - besonders interessant finde ich Tomyam (Lemongrass ist super!).


Nicht so erfreulich war meine Begegnung mit einer "grünen Bohne", die sich während des Kauens als Chilischote herausstellte. Spaß für eine Viertelstunde... Nicht unbedingt wiederholenswert!

So langsam bekomme ich auch ein Gefühl für die Preise. Hat man zu Anfang noch den Eindruck, günstig zu essen und viel für sein Geld zu bekommen, weiß man wneige Tage später schon, was wirklich "preiswert" ist. Das Foto (Kersten, nur für dich!) entstand in einem japanischen Restaurants, in dem ich mit einigen Studenten der USM aus dem International Office essen war. Hähnchen, Soße, Reis, Salat, Suppe, Melone und Getränk für umgerechnet gute zwei Euro. Ich fand das Angebot eigentlich relativ überzeugend. Nun weiß ich aber, wo ich eine umfangreichere Mahlzeit für etwa die Hälfte bekomme.

Wohnheim der USM
In den letzten Tagen habe ich versucht, einige Probleme bei meiner Kurswahl zu lösen, indem ich mit dem Prodekan und einem Professor der 'School of Housing, Building and Planning' gesprochen habe. Besagtes Treffen mit dem Prodekan habe ich morgens um elf persönlich mit seiner Sekretärin verabredet, um dann nach über fünf Stunden 'Wartezeit' gesagt zu bekommen: "I didn't know we had an appointment!" - Ach so! Ja, gut dass ich das vorher geklärt habe. Und dann wird man noch für seine Geduld gelobt, sehr ermutigend.
Ich hatte also ausreichend Zeit, den Campus kennenzulernen und dem International Office einen Besuch abzustatten. Auch wenn hier einige Leute recht 'verplant' sind, scheint man sich doch im Großen und Ganzen zu bemühen (hatte ich schon die Emailadresse erwähnt, für die keiner zuständig ist? - nun werde ich gefragt, warum ich denn bzgl. Kurswahlen etc. keine Email geschickt habe...).
Die 'Buddies' sind sehr kontaktfreudig - lagweilig wird die Zeit hier bestimmt nicht.

Was den Campus angeht, bin ich schon ziemlich beeindruckt. Ich weiß nicht genau, wie lange man läuft, um vom einen Ende zum anderen zu gelangen, aber es dürfte mit nichts was ich an deutschen Unigeländen kenne, vergleichbar sein. Es fahren Shuttlebus von einem Gebäude zum nächsten, die jedoch jetzt zur vorlesungsfreien Zeit offenbar sehr rar sind. Die weitläufigen Wiesen sind menschenleer, die Palmen spenden nur wenig Schatten und bei dreißig Grad möchte man sich eigentlich auch lieber in den klimatisierten Gebäuden aufhalten.


Campus nahe der School of Housing, Building & Planning
Wer in Aachen Architektur studiert (hat), kennt die Weidenrutenhütten aus dem ersten Semester. Es scheint, als würden solche Aufgaben hier etwas größer aufgezogen werden. Statt Weiden gibt es Bambus und statt Blumendraht aus dem Baumarkt zu verwenden werden komplexe Knotenpunkte entwickelt.
Mein 'großes Projekt' wird wahrscheinlich der Entwurf einer Hotelanlage sein - was auch sonst? Ich bin gespannt, was da auf mich zukommt...

Ach, und falls wirklich jemand bis zum Ende liest:
Ich freue mich natürlich über Kommentare - immerhin haben den ersten Post angeblich 29 Leute gelesen :-). Deutschland, Spanien, UK und Brasilien kann ich ja noch Leuten zuordnen, aber wer ist gerade in Russland, den USA und Dänemark?

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Hände schütteln unerwünscht

06:57 Einsame Insel.de 3 Comments

Tag 2 von 200
Da bin ich also wieder hier. In Südostasien, diesmal ein bisschen länger als bei meinem Backpack-Trip mit Lisa letztes Jahr.

Donnerstagmorgen hatte ich den Eindruck, Glück gehabt zu haben, überhaupt pünktlich aus Deuschland weggekommen zu sein. Eine ganze Reihe Flieger aus Europa hatten Verspätung, darunter meine Anschlußmaschine. London und Edinburgh hatten teilweise sogar die Flughäfen komplett gesperrt, da Eis und Schnee ein Starten und Landen unmöglich machten. Ich war also Mittwoch pünktlich um 20:45 in Düsseldorf gestartet, um Donnerstag eine Stunde länger (somit fast fünf volle Stunden) am Flughafen von Dubai "rumzuhängen" und dann meine Reise endlich nach Kuala Lumpur fortzusetzen. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass die Einreise ohne Visum (das Studentenvisum bekomme ich erst in meiner Orientierungswoche an der Uni) ein wenig problematisch sein könnte - man hatte mich vorgewarnt, dass ich möglicherweise rund 100 Euro zahlen müsse. Stattdessen stellte sich das Warten auf das Gepäck als die deutlich längere Aktion heraus. Zum einen warteten Sakinas Freund und dessen Bruder amAusgang auf mich, zum anderen sagte man mir, dass der letzte Bus nach Penang um Mitternacht fahre. So war ich ein wenig angespannt, als ich kurz nach elf den Flughafen, der rund 70km außerhalb des Zentrums von KL liegt, verließ.
Aus dem Abendessen mit den beiden Jungs gab's einen kurzen "drive through" bei dem goldenen M - wie erwartet keine kostengünstige Angelegenheit und ein ähnliches "kulinarisches Niveau" wie in Deutschland.
Hidayat hatte mein Busticket schon besorgt - es sollte erst um halb eins losgehen, also kein Problem...

1. Regel in Malaysia: Pünktlichkeit hat hier keine Bedeutung oder zumindest einen deutlich niedrigeren Stellenwert als in Deutschland. Letztendlich starteten wir nach eins, nachdem auch wirklich jeder Fahrgast, der im Vorfeld ein Ticket erworben hatte, an Bord war.
 Bequeme (Liege-)Sitze, Dunkelheit, Musik auf den Ohren - perfekte Bedinungen, um den fehlenden Schlaf nachzuholen. Wer die Berichte ausVietnam/Thailand kennt: der Bus war wirklich bequem, es gab keine doppelstöckigen Betten mit 1,50m Länge, deren Kopfteile über den Füßen des nächsten Pasagieres liegen.
Trotzdem: keine Chance, auch nur eine Viertelstunde zu schlafen.

Die Aufregung, Anspannung, Ängste, Erwartungen, nach denen ich häufig im Vorfeld gefragt wurde, waren immer noch nicht bis zu meinen bewussten Gedanken durchgedrungen. Stattdessen machte ich mir die kommenden fünf Stunden Gedanken darüber, wie es weiterginge, wenn ich zurück in Deutschland sei (wohlgemerkt nach Ablauf von sieben Monaten, die mir noch bevorstehen). Ziemlich abwegig, ich weiß... aber das ist wohl dann doch ein gewisser Einfluss der Distanz zu "zuhause".... oder sowas in der Art.

Endlich in Penang
war ich dann am Morgen des 3. Dezember, Freitag, gegen sechs Uhr.
Sakina und ihre Mutter, Zu, packten mich ins Auto und verfrachteten mich auf schnellstem Wege ins Bett - das war auch dringend nötig.

Nachmittags gab's einiges an der Uni zu klären - das International Offce stellte sich als (mehr oder ) weniger gut organisiert heraus. Meine bisherigen Emails waren nicht beantwortet worden, weil die Adresse, die mir ausdrücklich für Fragen mitgeteilt wurde, im Grunde von niemandem gecheckt und beantwortet wird. Schade... demnach hatte man sich auch noch keine Gedanken über meine Kurswahl gemacht. Man konnte mir im Grunde nur sagen, was nicht möglich ist.
Nun ja, vieles ist auch noch nicht geklärt, aber die Zimmerfrage sollte an diesem Tag ebenfalls erledigt werden. Also ging's mit einer Mitarbeiterin zum nahegelegenen Wohnheim (angeblich off-campus), Formulare ausfüllen, 92 RM zahlen (keine 30 Euro für einen Monat), Schlüssel in Empfang nehmen und Zimmer C4-4 suchen.
Ich habe einiges erwartet... aber vielleicht war das noch etwas 'mehr' als ich erwartet hatte... das Zweibettzimmer hatte keinerlei Trennung, sodass das kleinste Bisschen an Privatsphäre wohl tatsächlich nur im Bad möglich ist - und selbst das kann ich nicht bestätigen, das Bad habe ich noch nicht gesehen.
Das Zimmer ist mit zwei Betten, zwei winzigen Schreibtischen (ich studieren immer noch Architektur!!) und einem Schrank ausgestattet - ach, ich habe den Mülleimer vergessen, der laut 'Broschüre' in jedem Zimmer vorhanden sein soll. Dieser fehlt hier offensichtlich oder wurde zumindest nicht in Gebrauch genommen. Ein Bett war übersäht mit Taschentüchern, im Schrank und in einer offenen Schublade lagen irgendwelche alten Süßigkeiten... Ein Traum - das macht's direkt wohnlich!
Zurück zur Rezeption mit der Bitte um ein gereinigtes Zimmer (das ist eigentlich schon so gedacht...). Das habe ich mir dann allerdings nicht mehr angesehen, da Sakina schon auf mich wartete. Sie unterhielt sich mit einem Freund, stellte ihn mir mit Namen vor und erklärte, woher sie ihn kennt.

2. Regel: Gebe niemals einem muslimischen Mann die Hand, wenn er nicht selber Anstalten dazu macht.
Als ich versuchte, ihn "normal" (aus meiner Sicht) zu begrüßen, zog er fast verschreckt die Hand hinter den Rücken. Sakina sagte nur "it's okay" und erklärte später, dass eine Berührung mit einer Frau für ihn undenkbar sei. Ich speichere das vorerst mal - nicht wertend unter "wieder was gelernt" ab. Sakina sagte, sie wissen selber manchmal nicht, wie jemand reagieren würde und sie selbst warte in der Regel ab, was der Mann mache.


Danach schnell noch eine Prepaidkarte besorgt (und mein Dualband-Handy funktioniert hier doch...) und zurück nach "Hause" zu Sakina. Abendessen - Seafood - gabs direkt am Wasser bei angenehmer Brise mit Freundinnen von Sakinas Mutter. Malayische Weiberrunde :) Aber sehr nett! Und der Fisch war fast lecker... na ja, zumindest die Soße und der Reis.
Ein bisschen Wind, ein bisschen Regen, einige Wolken - alles Faktoren, für die man das Wetter betreffend hier sehr dankbar ist, da Temperaturen um die 30°C bei hoher Luftfeuchtigkeit sonst wirklich auf Dauer unangenehm werden.
Nach dem Essen hatte Sakina schon mit Mutter und Schwester geklärt, dass ich die nächsten Tage im Gästezimmer bleiben dürfe - ich wisse ja nicht mal, ob ich Internet im Wohnheim habe usw.
Das war mir natürlich sehr recht - zumal ich noch wenig Ahnung hatte, wie ich mich ansonsten in Penang zurecht finde.
Sakina ist eine Woche in Bangkok, also bin ich nicht böse drum, ihre Familie als Ansprechpartner zu haben.


Den heutigen Tag verbrachte ich dann vorrangig in der Stadt (mal abgesehen vom Bett - der Jetlag ist noch nicht vorüber).
Jedoch war ich weder im neueren Teil Georgetowns, noch im unter Weltkulturerbe stehenden, gut erhaltenen histrischen Teil der Kolonialstadt, sondern eher in einer Gegend, die wahrscheinlich den Großteil der Bebauung ausmacht.
Es gibt hier viele alte Gebäude, die nicht gepflegt wurden und werden, teilweise sehr dreckig sind und insgesamt einen zerfallenen Eindruck machen. Bei dieser Tour hatte ich heute erstmalig meine Kamera dabei, leider war es jedoch bei dem Regen und vielen Wolken sehr dunkel. Das erste, was ich hier kaufe, wird wohl ein gescheites Stativ sein, da meins nicht mehr in den Koffer gepasst hat und ich hier ohne wohl kaum zu guten Fotos komme :)

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